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Brauchst du Flat.io, MuseScore oder Songscription?

Mit zwei dieser Programme schreibst du Noten, das dritte macht sie aus einer Aufnahme. Trotzdem werden oft alle drei miteinander verglichen. Flat.io und MuseScore sind Notensatzprogramme, Songscription ist die KI, die aus Audio die Noten macht, die du danach bearbeitest.

Die Notensatzprogramme Flat.io und MuseScore im Vergleich mit der KI-Transkription von Songscription und wie die drei zusammenpassen

Dieser Beitrag gehört zu unserem Ratgeber, wie du das passende Transkriptionstool findest.

Wir entwickeln Songscription selbst und sind bei diesem Vergleich also nicht unparteiisch, das sagen wir lieber gleich. Allerdings sind die drei Programme eigentlich keine Konkurrenten, und der Vergleich bringt mehr, wenn man ihn richtig aufzieht. Flat.io und MuseScore sind Notensatzprogramme. Songscription ist die KI, die aus einer Aufnahme Noten macht. Mit dieser Aufteilung im Kopf fragst du eher, was du gerade brauchst, und nicht, wer gewinnt.

Willst du Noten schreiben, bearbeiten oder teilen, brauchst du ein Notensatzprogramm, und ob Flat.io oder MuseScore, hängt davon ab, wie du arbeitest. Hast du eine Aufnahme und willst die Noten daraus, hilft dir kein Notensatzprogramm weiter. Dann fängst du mit Songscription an. Wer mit einer Aufnahme arbeitet, geht meistens nacheinander durch beide Schritte.

Flat.io

Flat.io ist ein Notensatzprogramm im Browser, in dem du mit anderen in Echtzeit zusammenarbeitest, so wie in einem geteilten Dokument. Zwei Personen können gleichzeitig an denselben Noten arbeiten. Besonders stark ist Flat.io im Unterricht: Flat for Education bringt Aufgaben und automatisch bewertete Theorieübungen mit und lässt sich an Google Classroom, Canvas und Schoology anbinden. Noten gibst du von Hand oder über ein MIDI-Keyboard ein oder importierst sie, etwa aus MusicXML oder MIDI oder per Notenerkennung aus einem PDF. Flat.io läuft im Web, unter iOS und Android und lässt sich auch auf Chromebooks gut nutzen. Audio anhören und daraus die Noten schreiben kann es allerdings nicht.

MuseScore

MuseScore ist ein kostenloses Open-Source-Notensatzprogramm. Die Desktop-App heißt inzwischen MuseScore Studio, aktuell in Version 4.x, und ist dafür gebaut, dass du Noten schreibst und sauber für den Druck setzt. Du gibst Noten ein oder importierst MusicXML, MIDI und Guitar Pro, exportieren kannst du MusicXML, MIDI, PDF und Audio. Bei den neueren KI-Funktionen geht es um die Wiedergabe, etwa Muse Sounds, und nicht um Transkription. MuseScore.com ist eine eigene Plattform zum Teilen von Noten und hat einen kostenpflichtigen Pro-Tarif. Wie Flat.io bearbeitet MuseScore Noten, aus Klang erzeugen kann es keine.

Songscription

Songscription übernimmt den Teil, der den beiden anderen fehlt. Die Web-App hört sich eine Aufnahme an und schreibt die Noten dazu. Du lädst MP3, WAV, M4A, MP4 oder MIDI hoch, fügst einen Link von YouTube, Instagram oder TikTok ein oder nimmst direkt übers Mikro auf, und die KI erstellt daraus Noten und eine Piano Roll. Mit Klavier klappt das gut, außerdem kommt sie mit Gitarre, Bass, Geige, Flöte, Trompete, Saxofon und Schlagzeug zurecht und erkennt Akkorde. Aus einer Aufnahme mit mehreren Instrumenten transkribiert sie jeweils ein Instrument. Aus einem Upload bekommst du PDF, MIDI, MusicXML und Guitar Pro. In der kostenlosen Version kannst du beliebig viele 30-Sekunden-Ausschnitte transkribieren, dazu gibt es eine Testphase. So wird aus Klang ein Notenbild, das du danach im Notensatzprogramm verfeinern kannst.

Die drei im direkten Vergleich

Flat.ioMuseScoreSongscription
HauptaufgabeBearbeiten und zusammenarbeitenBearbeiten und NotensatzAudio transkribieren
Aus Audio werden NotenNeinNeinJa
PlattformWeb, iOS, AndroidDesktop-AppWeb
PreisKostenlos plus kostenpflichtige TarifeKostenlosKostenlos plus kostenpflichtige Tarife
Am besten fürUnterricht und gemeinsames BearbeitenKostenlosen NotensatzNoten aus einer Aufnahme holen

So entscheidest du dich

  • Du hast eine Aufnahme und brauchst die Noten. Fang mit Songscription an. Diesen Schritt schafft keins der beiden Notensatzprogramme.
  • Du unterrichtest und willst, dass deine Schüler:innen gemeinsam an Noten arbeiten. Mit der Zusammenarbeit in Echtzeit und der Anbindung an Klassenplattformen ist Flat.io genau dafür gebaut.
  • Du willst kostenlosen, sauberen Notensatz am Desktop. Was Preis und Seitenlayout angeht, ist MuseScore schwer zu schlagen.
  • Du willst von der Aufnahme bis zu fertig gedruckten Noten kommen. Transkribier in Songscription, exportier MusicXML und bearbeite die Datei dann in MuseScore oder teile sie über Flat.io.

Alle drei zusammen nutzen

Wenn deine Arbeit alle drei Schritte umfasst, funktioniert zum Beispiel dieser Weg gut: Du transkribierst die Aufnahme in Songscription, exportierst MusicXML und importierst die Datei dann in Flat.io, um mit anderen daran zu arbeiten, oder in MuseScore für Notensatz und Druck. MusicXML überträgt das komplette Notenbild zwischen den Programmen und nicht bloß die reinen Tonereignisse. Nötig ist das nicht, und viele nutzen nur zwei der drei. Wenn du die Übergabe aber brauchst, klappt sie sauber. Wie der Import funktioniert, zeigt unser Ratgeber, wie du MusicXML in MuseScore, Sibelius und Finale öffnest, und in MusicXML vs. MIDI erklären wir, warum MusicXML die richtige Datei für den Austausch zwischen Notensatzprogrammen ist.

Einen direkten Vergleich von nur zwei der drei findest du in MuseScore vs. Songscription. Wenn du loslegen willst, mach auf der Seite Audio zu Noten aus deiner Aufnahme Noten und öffne das Ergebnis dann in dem Programm, das gerade zu deiner Arbeit passt.

Häufige Fragen

Was ist Flat.io?

Flat.io ist ein Notensatzprogramm im Browser, in dem mehrere Leute gleichzeitig an denselben Noten arbeiten können, ähnlich wie bei Google Docs. Besonders stark ist es im Unterricht. Flat for Education bringt Aufgaben und automatisch bewertete Theorieübungen mit und lässt sich an Google Classroom, Canvas und Schoology anbinden. Die Noten gibst du von Hand, über ein MIDI-Keyboard oder per Import ein. Flat.io läuft im Web, unter iOS und Android und auch gut auf Chromebooks. Audio in Noten transkribieren kann es nicht.

Was unterscheidet Flat.io, MuseScore und Songscription?

Flat.io und MuseScore sind Notensatzprogramme. Flat.io läuft in der Cloud und ist auf Zusammenarbeit und Unterricht ausgelegt, MuseScore ist eine kostenlose Desktop-App zum Schreiben und Setzen von Noten. Bei beiden gibst du die Noten selbst ein oder importierst sie. Songscription ist die KI, die aus einer Aufnahme Noten macht. Sie hört sich das Audio an, schreibt die Noten und exportiert MusicXML, das du in beiden Programmen weiterbearbeiten kannst. Die drei ergänzen sich also, statt miteinander zu konkurrieren.

Womit mache ich aus einem Song Noten?

Fang mit Songscription an, denn weder Flat.io noch MuseScore können Audio transkribieren. Lad deine Aufnahme hoch, lass die KI die Noten schreiben und exportier sie als MusicXML. Diese Datei öffnest du dann in Flat.io, wenn du mit anderen daran arbeiten oder sie Schüler:innen als Aufgabe geben willst, oder in MuseScore, wenn du kostenlosen Notensatz am Desktop möchtest. In Songscription entstehen aus der Aufnahme die Noten, im Programm deiner Wahl feilst du sie dann aus.

Kann ich Noten zwischen den drei Programmen austauschen?

Ja, über MusicXML. Alle drei können das Format lesen und schreiben, und es überträgt das komplette Notenbild zwischen den Programmen, nicht nur die reinen Töne. Du transkribierst in Songscription, exportierst MusicXML und importierst die Datei in Flat.io oder MuseScore. So kannst du dieselben Noten zwischen den dreien hin- und herschieben, je nachdem, ob du sie gerade erstellst, bearbeitest oder teilst.

Zur Person

Songscription

Geschrieben von

Songscription

Von Musiker:innen für Musiker:innen gemacht

Songscription macht aus jeder Aufnahme Noten, MIDI und Tabs. Dieser Beitrag kommt von den Musiker:innen und Entwickler:innen, die an den Tools arbeiten, die wir selbst gern gehabt hätten. Die Noten nehmen wir ernst, unsere Wortspiele noch ernster. Sollte eins davon schief klingen, entschuldigen wir uns schon mal im Voraus.

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