RessourcenRatgeberAndrew Carlins•6 Min. Lesezeit

Zum Schuljahresstart eine Songsammlung aufbauen, die deine Schüler:innen spielen wollen

Am schnellsten baust du eine Sammlung mit Songs auf, die deine Schüler:innen spielen wollen, wenn du genau die Songs transkribierst, nach denen sie fragen, und jeden an ihr Niveau anpasst. So kann der Ablauf zum Schuljahresstart aussehen.

Ablauf für den Musikunterricht zum Schuljahresstart: Songwünsche von Schüler:innen transkribieren und in Schwierigkeitsstufen für eine wiederverwendbare Sammlung anpassen

Am schnellsten kommst du zu einer Sammlung mit Songs, die deine Schüler:innen wirklich spielen wollen, wenn du genau die Songs transkribierst, die sie sich wünschen, und jeden auf den passenden Schwierigkeitsgrad bringst. Nach einem veröffentlichten Arrangement auf dem richtigen Niveau musst du dann nicht mehr suchen. Du nimmst eine Aufnahme des gewünschten Songs, machst daraus bearbeitbare Noten und vereinfachst oder transponierst sie so, dass sie zum Stand der Person passen, die ihn spielen will. Am besten richtest du das gleich zu Beginn des Schuljahrs ein, bevor die ersten Wünsche kommen.

Warum eine Sammlung nach Schülerwünschen funktioniert

Schüler:innen üben mehr, wenn sie Musik spielen, die sie selbst ausgesucht haben. Ein Lehrbuch hat seinen Platz. Den Song aber, den jemand aus einem Game, einem Film oder von den Musiker:innen mitbringt, die er oder sie am liebsten hört, übt diese Person zu Hause auch, ohne dass du sie daran erinnern musst. Das Problem war immer das Angebot: Genau dieser Song, auf dem Niveau der Person und in der passenden Tonart, ist als fertiges Arrangement kaum zu bekommen. Mit einer Transkription fällt dieses Hindernis weg, und genau darum geht es auch in Noten für die Songs, die Schüler:innen spielen wollen.

Aus einem Wunsch werden Noten

Wünscht sich jemand einen Song, fang mit einer Aufnahme genau der Version an, die gemeint ist. Lade sie in Songscription hoch, dann bekommst du aus dem Audio bearbeitbare Noten und MIDI. So hast du für jeden Song einen echten Ausgangspunkt und bist nicht auf die Titel beschränkt, die ein Verlag drucken wollte. Wie Transkription insgesamt in deinen Unterricht passt, beschreibt KI-Transkription für Lehrkräfte vom ersten bis zum letzten Schritt.

Jeden Song aufs passende Niveau bringen

Eine Transkription hält fest, was ein Profi auf der Aufnahme gespielt hat, und ist deshalb meist schwerer, als es eine bestimmte Person gerade schafft. Also vereinfachst du: Du dünnst die Akkorde auf ihren Kern aus, machst den Rhythmus leichter und lässt die Hände weniger unabhängig voneinander spielen, bis die Noten zu der Person passen, die sie spielt. Wie das im Einzelnen geht, zeigt Noten für Schüler:innen vereinfachen. Um den Schwierigkeitsgrad als Stellschraube, die du bewusst einsetzt, geht es in Schwierigkeitsgrad von Noten anpassen. Weil jede Fassung aus denselben bearbeitbaren Noten entsteht, kannst du einen Song in zwei oder drei Schwierigkeitsstufen bereithalten und allen die Fassung geben, die gerade passt.

Der Ablauf zum Schuljahresstart

Richte die Routine jetzt ein, dann läuft sie von allein, sobald im Schuljahr viel los ist:

  • Wünsche früh sammeln. Frag alle Schüler:innen nach ein oder zwei Songs, die sie dieses Jahr lernen möchten, und führ eine Liste, die du laufend ergänzt.
  • Gesammelt transkribieren. Mach aus den Aufnahmen in einem Rutsch Noten, statt am Abend vor einer Stunde hektisch einen einzelnen Song vorzubereiten.
  • Anpassen und ablegen. Vereinfache jeden Song aufs Niveau der jeweiligen Person, heb eine vollere Fassung für später auf und leg beide dort ab, wo du sie wiederfindest.
  • Für andere wiederverwenden. Ein Song, den sich eine Person gewünscht hat, passt oft auch für jemand anderen auf einem anderen Niveau, und die bearbeitbaren Noten hast du dann schon.

In Band und Ensemble sieht dasselbe Problem etwas anders aus, weil du dort Einzelstimmen brauchst und nicht nur eine Klavierstimme. Das Problem der Band-Lehrkräfte beschreibt die gleiche Idee aus diesem Blickwinkel.

Zum Schluss

Richte alles am Anfang des Jahres ein, solange du Zeit dafür hast. Den Nutzen hast du danach jede Woche. Kommt jemand mit dem Song aus dem Film an, den er oder sie gerade gesehen hat, musst du nicht mehr „vielleicht, wenn ich was finde“ sagen. Du sagst: „Klar, hier sind deine Noten.“

Häufige Fragen

Wie komme ich an Noten für die Songs, die sich meine Schüler:innen wünschen?

Transkribier eine Aufnahme des Songs. Ein KI-Transkriptionstool macht aus dem Audio bearbeitbare Noten. Damit bist du nicht auf Songs beschränkt, von denen es zufällig eine veröffentlichte Ausgabe auf dem richtigen Niveau gibt. Nimm den Song, den sich jemand wünscht, lass die Noten erstellen und vereinfache oder transponiere sie dann so, dass sie zum jeweiligen Stand passen.

Wie passe ich einen Song an das Niveau einer bestimmten Person an?

Fang mit der Transkription an und vereinfache sie: Dünn dichte Akkorde auf ihren Kern aus, mach den Rhythmus leichter und lass die Hände weniger unabhängig voneinander spielen, bis die Noten zu der Person passen. Eine vollere Fassung hebst du auf, bis die Person so weit ist. Weil alles aus denselben bearbeitbaren Noten entsteht, kann es einen Song in mehreren Schwierigkeitsstufen für verschiedene Schüler:innen geben.

Warum lohnt es sich, die Songsammlung zu Beginn des Schuljahrs aufzubauen?

Am motiviertesten sind Schüler:innen, wenn sie Musik spielen, die sie selbst ausgesucht haben, und Wünsche kommen das ganze Jahr über. Hast du schon einen festen Ablauf, bevor im Schuljahr viel los ist, und werden damit aus einer gewünschten Aufnahme druckbare Noten auf dem passenden Niveau, kannst du schnell zusagen. Dann musst du nicht am Abend vor der Stunde hektisch nach einem Arrangement suchen.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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