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Was heißt Leveling bei Noten? Ein Leitfaden für Lehrkräfte

Hinter jedem gut gewählten Unterrichtsstück steckt Arbeit, die kaum jemand sieht: Die Schwierigkeit der Noten muss zu der Person passen, die vor dir sitzt. Hier liest du, was Leveling in der Praxis heißt, wie es in die Unterrichtsplanung passt und wie du es erledigst, ohne Noten von Hand umzuschreiben.

Leitfaden für Lehrkräfte zum Leveling von Noten: die Schwierigkeit eines Stücks an Schüler:innen anpassen und mit KI Stimmen für gemischte Gruppen erstellen

Teil unseres Leitfadens zu KI-Transkription für Musiklehrer:innen.

Jede Lehrkraft macht das schon, auch wenn sie keinen Namen dafür hat. Du suchst das Stück aus, das jemanden fordert, ohne zu überfordern, und lässt stillschweigend das Arrangement mit den Sprüngen liegen, die eine junge Hand noch nicht schafft. Genau dieses Abstimmen der Schwierigkeit auf die Person, die spielt, ist Leveling, und es macht einen guten Teil der Unterrichtsplanung aus.

Hier geht es darum, was du als Lehrkraft damit machst: ein Zielniveau wählen, Stimmen für eine Gruppe erstellen und jemanden über längere Zeit Schritt für Schritt weiterbringen. Was Leveling genau ist und wie das Tool deine Noten verändert, erklärt unser Überblick zum Leveling von Noten. Das wiederholen wir hier nicht.

Das richtige Zielniveau finden

Das Ziel liegt irgendwo zwischen Langeweile und Überforderung. Ist ein Stück zu leicht, spielen deine Schüler:innen es nebenbei herunter. Ist es zu schwer, bleiben sie stecken und verlieren die Lust. Auf dem richtigen Niveau verlangt die Musik bei ein, zwei Dingen Anstrengung, und alles andere bleibt machbar.

Eine praktische Faustregel: Wenn du unsicher bist, fang eine Spur leichter an. Hör zu, wie das Stück gespielt wird, achte darauf, wo es hakt, und dreh das Niveau dann etwas höher. Das Leveling-Tool braucht dafür nur Sekunden. Ein Fehlgriff kostet dich also eine Minute und keinen verlorenen Abend, an dem du Noten von Hand umschreibst. Bevor du ein Ziel festlegst, hilft dir unser Artikel über Schwierigkeitsgrade dabei, einzuordnen, wo jemand gerade steht.

Unterschiedliche Stimmen für eine Gruppe

Gruppen mit gemischtem Niveau sind am schwersten zu planen. Mit einer einzigen Fassung langweilen sich die Starken, und die Neuen verlieren den Faden. Für jedes Niveau von Hand ein eigenes Arrangement zu schreiben, dafür hat neben dem Unterricht kaum eine Lehrkraft Zeit.

Mit Leveling bekommst du das sauber gelöst. Du transkribierst den Song einmal und passt ihn dann an mehrere Niveaus an:

  • Die Stimme für Anfänger:innen. Akkorde sind auf einen oder zwei Töne ausgedünnt, die Hände bleiben in einer einzigen Fünffingerlage und müssen sich kaum bewegen, und die Rhythmen sind auf Viertel und Halbe vereinfacht. Wer diese Stimme spielt, übernimmt die Melodie oder eine schlichte Begleitung und muss nie auf die Tasten schauen.
  • Die Stimme für die Mittelstufe. Vollere Akkorde, ein Tonumfang von ein bis zwei Oktaven, dazu ein paar Achtelbewegungen und hier und da ein Lagenwechsel. Beim Lesen verlangt sie mehr, im Spieltempo liegt sie aber trotzdem gut unter den Händen.
  • Die Stimme für Fortgeschrittene. Das komplette Arrangement mit großen Sprüngen, dichten Voicings und den originalen Rhythmen, für alle, die die Gruppe anführen und die schwierigste Linie tragen können.

Alle spielen denselben Song zur selben Zeit, jede Person aus einer Stimme, die zu ihr passt. Die Gruppe spielt als Ganzes zusammen, und niemand muss aussetzen, weil die Noten für jemand anderen geschrieben waren. Wie jede Stimme dabei musikalisch bleibt, beschreibt unser Artikel darüber, wie du Noten für Schüler:innen vereinfachst. Unser Leitfaden für den Klassenraum zeigt, wo das in einer Unterrichtsstunde seinen Platz hat.

Schritt für Schritt ins nächste Niveau

Fortschritt spürt man am deutlichsten an einem Stück, das man schon kennt. Mit Leveling wird aus einem einzigen Song eine Leiter. Gib deinen Schüler:innen eine Fassung, die sie heute spielen können, und pass dasselbe Stück eine Stufe schwerer an, sobald sie so weit sind.

Wenn ein bekannter Song in einer schwereren Fassung wiederkommt, bringt das zweierlei. Deine Schüler:innen haben einen handfesten Beweis, dass sie besser geworden sind, denn im letzten Halbjahr konnten sie genau diese Fassung noch nicht spielen. Und du hast eine gleichmäßige Schwierigkeitskurve, an der du dich beim Planen orientieren kannst, statt zwischen Stücken hin und her zu springen, die nichts miteinander zu tun haben und deren Schwierigkeit du nicht kennst. So wird der Song zu einem Maßstab, den deine Schüler:innen hören können.

Wo dein Urteil gefragt bleibt

Das Tool schreibt die Noten um, und mehr macht es nicht. Es entscheidet nicht, was jemand braucht, woran als Nächstes gearbeitet werden soll oder wann eine Gruppe bereit für einen Auftritt ist. Das entscheidest du. Mit Leveling bekommst du die Noten zu deiner Entscheidung, und zwar so schnell, dass du sie erstellen kannst, sobald jemand danach fragt. Nach unserer Erfahrung merkst du das vor allem daran, dass du zu mehr Songwünschen Ja sagen kannst, weil dich nicht mehr jeder einzelne einen Abend Umschreiben kostet. Was sonst noch in deinen Unterricht passt, findest du bei unseren Tools für Lehrkräfte.

Häufige Fragen

Wie gebe ich die angepassten Stimmen an meine Schüler:innen weiter?

Wenn eine Stimme angepasst ist und du sie durchgesehen hast, exportierst du sie. Noten gehen als PDF raus, das du ausdrucken oder per E-Mail schicken kannst, als MusicXML, wenn jemand sie im eigenen Notationsprogramm öffnen möchte, als MIDI für die Wiedergabe oder für Playbacks und als Guitar Pro für Instrumente mit Bünden. Bei einer Gruppe mit gemischtem Niveau exportierst du jede Stimme einzeln, damit alle genau die bekommen, die für sie gedacht ist. Lies jede Stimme vor dem Verschicken noch einmal durch, damit nichts Seltsames auf einem Notenständer landet.

Wie finde ich das passende Zielniveau für meine Schüler:innen?

Nimm das Niveau, auf dem das Lesen Mühe macht, aber nicht frustriert. Ein gutes Ziel fordert bei ein oder zwei Dingen etwas mehr, und alles andere bleibt bequem spielbar. Schwer sein sollte nie alles gleichzeitig. Bist du unsicher, pass das Stück erst etwas leichter an, schau, wie es klappt, und geh dann eine Stufe höher. Weil Leveling mit KI so schnell geht, kostet dich ein Fehlgriff eine Minute und keinen ganzen Abend.

Kann ich aus demselben Song unterschiedliche Stimmen für ein Ensemble machen?

Ja, dafür eignet sich Leveling besonders gut. Du transkribierst den Song einmal und passt ihn dann an mehrere Niveaus an, sodass alle eine Stimme bekommen, die zu ihnen passt. Alle spielen dasselbe Stück zusammen, aber wer gerade anfängt, liest eine ausgedünnte Stimme, und wer schon weiter ist, die vollständige. So kann eine gemischte Gruppe gemeinsam spielen, ohne dass jemand abgehängt oder ausgebremst wird.

Wie hilft mir Leveling, meine Schüler:innen über längere Zeit weiterzubringen?

Pass denselben Song immer wieder ein Stück schwerer an, während deine Schüler:innen dazulernen. Du fängst mit einer Fassung an, die sie jetzt spielen können, und erstellst jedes Mal eine etwas schwerere, wenn sie bereit für mehr sind. So kommen sie zu einem vertrauten Stück auf einem neuen Niveau zurück. Das stärkt das Selbstvertrauen, und du hast eine klare, allmählich ansteigende Schwierigkeitskurve, an der du dich beim Planen orientieren kannst.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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