Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden zum Transkribieren einer ganzen Band.
Um in Songscription Einzelstimmen aus einer Partitur zu bekommen, musst du gar nichts tun: Jedes Instrument in der Partitur hat automatisch seine eigene verknüpfte Stimme, mit eigenem Seitenlayout, Mehrtaktpausen und eigener Wiedergabe. Öffne „Herunterladen“, such dir die Stimme aus, die du brauchst, und druck sie aus oder schick sie als PDF weiter. Für dich bleibt nur der Feinschliff. Du prüfst die Musik einmal in der Partitur und liest danach jede Stimme so, wie sie die Person am Instrument lesen wird.
Eine Partitur ist für alle gemacht, die alles gleichzeitig im Blick haben müssen, zum Beispiel beim Dirigieren, beim Arrangieren oder in der Bandleitung. Eine Stimme ist für eine einzige Person am Instrument gedacht. Die braucht nur ihre eigene Linie, übersichtlich gesetzt und ohne zwanzig leere Takte, die sie mitzählen muss. Songscription hält beide Ansichten derselben Musik bereit, du schreibst also nie Noten von der einen in die andere ab.
Woher kommt die Partitur?
Stimmen entstehen aus einer Partitur in Songscription. Mit einer PDF klappt das nicht, weil sie nur ein Bild der Musik ist und nicht die Noten selbst.
Wenn du mit einer Aufnahme anfängst, hast du zwei Wege. Für die meisten Aufnahmen nimmst du den Modus „Mehrere Instrumente“ (Beta). Er transkribiert die Aufnahme in einem Durchgang und liefert eine Partitur mit mehreren Notenzeilen, in der jedes Instrument, das er hört, eine eigene Notenzeile hat, von der Rhythmusgruppe bis zu Blechbläsern, Streichern und Holzbläsern. Tasteninstrumente sind dabei schon auf linke und rechte Hand aufgeteilt. Weil der Modus noch in der Betaphase ist, wirst du ein paar Stimmen im Editor nacharbeiten müssen. Wie das im Einzelnen abläuft, steht in Bandstimmen aus einer Aufnahme.
Soll eine Stimme so sauber wie möglich werden, transkribierst du dieses Instrument einzeln und fügst die Ergebnisse danach zusammen. Wie das geht, erklärt der Artikel So baust du aus einzelnen Stimmen eine Partitur. Du kannst auch eine vorhandene Partitur als MIDI- oder MusicXML-Datei importieren und damit weiterarbeiten.
So funktionieren Stimmen in Songscription
Sobald ein Instrument in der Partitur steht, hat es eine Stimme. Einen eigenen Schritt zum Erstellen gibt es nicht.
| Was du bekommst | Was das für dich heißt |
|---|---|
| Eine verknüpfte Stimme pro Instrument | Korrigierst du eine Note in der Partitur, zieht die Stimme mit. Du korrigierst also nur einmal |
| Ein eigenes Layout | Die Stimme ist für eine Person gesetzt und nicht in die Systeme der Partitur gequetscht |
| Mehrtaktpausen | Lange Pausen werden zu einem Takt mit einer Zahl zusammengefasst. Wer spielt, zählt „24“, statt Seiten voller leerer Takte umzublättern |
| Eine eigene Wiedergabe | Du kannst eine einzelne Stimme abspielen und sie vor dem Drucken mit dem Ohr prüfen |
| Eine eigene PDF | Unter „Herunterladen“ findest du die Partitur und jede Stimme als eigene PDF |
Du kannst Instrumente in der Partitur auch ausblenden. Das hilft, wenn in der Dirigierpartitur nur Bläser und Rhythmusgruppe stehen sollen oder wenn eine Spur nur eine Verdopplung ist, die du nicht auf dem Blatt haben willst. Die übrigen Instrumente haben weiterhin jeweils ihre eigene Stimme.
Prüf die Partitur, bevor du Stimmen druckst
Weil die Stimmen verknüpft sind, gehst du am besten so vor: erst alles in der Partitur korrigieren, dann die Stimmen lesen. Ein paar Dinge solltest du dabei gezielt durchgehen.
- Falsche Noten: Spiel die Partitur ab, vergleich sie mit der Aufnahme und korrigier alles, was nicht passt. Jede Korrektur landet auch in der Stimme. In unserem Leitfaden zum Korrigieren von KI-Transkriptionsfehlern findest du die Fehler, die am häufigsten vorkommen.
- Instrumentennamen: Achte darauf, dass jede Stimme so heißt, wie es die Person erwartet, die sie liest, etwa „Trompete“ oder „Tenorsaxophon“. Dann greift niemand zur falschen Seite.
- Tonart und Lage: Prüf, ob jede Stimme in der Tonart und Lage steht, in der die Person am Instrument sie lesen will. Bei transponierenden Instrumenten wie B-Trompete, Klarinette und Tenorsaxophon klingt ein anderer Ton als der, der in den Noten steht. Schau dir diese Stimmen deshalb mit dem jeweiligen Instrument im Kopf an. Ist das Thema neu für dich, lies unseren Artikel über transponierende Instrumente. Dort steht, welche Instrumente transponieren und um wie viel.
- Verdopplungen und Extras: Spielen zwei Spuren dieselbe Linie, entscheide, ob beide eine Stimme brauchen oder ob du eine davon ausblendest.
Lies jede Stimme so, wie sie gespielt wird
Sobald die Partitur stimmt, öffne jede Stimme und lies sie von vorn bis hinten durch, so wie die Person, die sie spielen wird.
- Pausen: Prüf, ob lange Lücken als Mehrtaktpausen erscheinen und ob die Taktanzahl zur Form des Songs passt.
- Einsätze: Sieh dir jeden Einsatz nach einer langen Pause an. Wenn man dort leicht rauskommt, setz an dieser Stelle in der Partitur ein Studierzeichen oder einen kurzen Texthinweis.
- Lesbarkeit: Seltsam gesetzte Balken, eine fehlende Vorzeichnung oder ein Schlüsselwechsel, der in der Partitur untergegangen ist, fallen in der Stimme auf. Korrigier das in der Partitur, dann zieht die Stimme nach.
- Wiedergabe: Spiel die Stimme für sich allein ab. Was allein schief klingt, klingt auch in der Probe schief.
Viele dieser Details gehören zum Notensatz, also zum Handwerk, Noten auf einen Blick lesbar zu machen. An ihnen sieht man meistens, ob eine Stimme nur brauchbar oder wirklich professionell gesetzt ist.
Stimmen verteilen
Unter „Herunterladen“ siehst du die Partitur und jede Stimme als eigene PDF. Die Partitur bekommt, wer die Band leitet, und jede Stimme geht an die Person, die sie spielt. Du kannst alles ausdrucken oder die PDFs teilen, dann lesen alle in der Probe vom Tablet oder Handy. Änderst du später etwas, korrigierst du es in der Partitur und lädst die aktualisierten Stimmen neu herunter.
Weitere Leitfäden
- Der Überblick: der Leitfaden zur Transkription mit mehreren Instrumenten.
- Erst die Partitur bauen: aus einzelnen Stimmen eine Partitur bauen und Bandstimmen aus einer Aufnahme.
- Die richtigen Töne: transponierende Instrumente erklärt.
- Ein sauberes Notenbild: Was ist Notensatz?.
Häufige Fragen
Wie mache ich aus einer Partitur Einzelstimmen?
In Songscription musst du nichts von Hand herauslösen. Jedes Instrument einer Partitur bekommt automatisch seine eigene verknüpfte Stimme, mit eigenem Layout, Mehrtaktpausen und eigener Wiedergabe. Unter „Herunterladen“ findest du die Partitur und jede Stimme als eigene PDF, fertig zum Drucken oder zum Verschicken an alle, die mitspielen.
Ändern sich die Stimmen, wenn ich in der Partitur eine Note korrigiere?
Ja. Jede Stimme ist mit der Partitur verknüpft, eine Korrektur in der Partitur landet also auch in der Stimme dieses Instruments. Falsche Noten korrigierst du einmal in der Partitur, und vor dem Drucken schaust du dir die Stimmen noch einmal an.
Kann ich Stimmen aus einer PDF-Partitur erstellen?
Nein. Songscription kann weder eine PDF noch ein Foto von Noten lesen, denn eine PDF ist ein Bild der Noten und nicht die Noten selbst. Stimmen entstehen aus einer Partitur in Songscription, die entweder aus einer Aufnahme transkribiert oder aus einer MIDI- oder MusicXML-Datei importiert wurde.
Kann Songscription aus einer Aufnahme Einzelstimmen machen?
Ja. Der Modus „Mehrere Instrumente“ (Beta) transkribiert eine Aufnahme in eine Partitur, in der jedes Instrument, das er hört, eine eigene Notenzeile hat, auch Blechbläser, Streicher und Holzbläser. Jedes dieser Instrumente bekommt automatisch seine eigene verknüpfte Stimme. Sieh dir die Partitur an und lade danach jede Stimme als PDF herunter.
Wenn du mit einer Aufnahme anfangen willst: Mach aus einer Bandaufnahme Noten.