Transponierende Instrumente erklärt (mit kompletter Tabelle)

Ressourcen7 Min. LesezeitAndrew Carlins

Bei einem transponierenden Instrument stehen die Noten in einer anderen Tonart, als sie klingen. Deshalb klingen Trompete und Klavier verschieden, wenn beide denselben notierten Ton spielen. Transponierende Instrumente gibt es vor allem wegen der einheitlichen Griffe innerhalb einer Instrumentenfamilie und der besseren Lesbarkeit der Noten. Die komplette Tabelle zeigt die Instrumente in B, Es, F und C.

Dieser Artikel gehört zu unserer Anleitung, wie du einen Song in jede Tonart transponierst.

Spielen eine Trompete und ein Klavier dasselbe notierte C, klingt trotzdem nicht derselbe Ton. Die Trompete ist nämlich ein transponierendes Instrument. Ihre Noten klingen anders, als sie dastehen. Wenn du Stimmen für eine Band oder ein Orchester schreibst, musst du diesen Unterschied berücksichtigen. Weiter unten findest du außerdem eine komplette Tabelle der Instrumente in B, Es, F und C.

Was ein transponierendes Instrument ist

Bei einem transponierenden Instrument sind notierter und klingender Ton verschieden. Die Angabe der Stimmung bezieht sich auf den Ton, der bei einem notierten C herauskommt. Spielst du auf einer B-Trompete ein notiertes C, hörst du ein klingendes B. Beim Altsaxofon in Es ist es ein klingendes Es und beim Horn in F ein klingendes F. „Klingend“ meint einfach die Tonhöhe, die wirklich zu hören ist, also die, die ein Klavier spielt. Bei einem Instrument in C wie Querflöte oder Klavier klingt deshalb genau das, was dasteht. Wie man Musik ganz allgemein von einer Tonart in eine andere verschiebt, steht in Was ist Transponieren?. Für die hier beschriebenen transponierenden Instrumente musst du beim Schreiben einer Stimme transponieren.

Warum es transponierende Instrumente gibt

Der wichtigste Grund sind einheitliche Griffe innerhalb einer Instrumentenfamilie. Vom Sopran- bis zum Baritonsaxofon greift man alle Saxofone gleich. Wer zwischen ihnen wechselt, hat ein notiertes C also immer unter denselben Fingern, obwohl auf jedem Instrument ein anderer Ton erklingt. Bei den Klarinetten ist es genauso. Der zweite Grund ist der Tonumfang. Wird ein sehr hohes oder sehr tiefes Instrument transponierend notiert, bleiben seine Noten auf einem normalen Notensystem lesbar und gehen nicht in Hilfslinien unter. Wenn du die Stimme schreibst, musst du sie dafür erst in die Tonart transponieren, in der das Instrument notiert wird.

Die komplette Tabelle der transponierenden Instrumente

In der Tabelle stehen die gängigen Instrumente nach Stimmung sortiert. Dazu kommt jeweils das Intervall, um das du die klingend notierte Musik nach oben verschiebst, wenn du die Stimme schreibst.

StimmungInstrumenteStimme höher schreiben umAnleitung
BTrompete, Klarinette, Sopransaxofon, Kornett, FlügelhornGroße SekundeTrompete, Klarinette
B (tief)TenorsaxofonGroße None (Oktave plus große Sekunde)Saxofon
EsAltsaxofon, BaritonsaxofonGroße Sexte (beim Baritonsaxofon Oktave plus große Sexte)Saxofon
FHorn, EnglischhornReine QuinteHorn
C (klingend)Querflöte, Oboe, Fagott, Klavier, Geige, PosauneKeine ÄnderungNicht transponierend

Die kleine Sopraninoklarinette in Es ist eine Ausnahme. Sie klingt höher als notiert und nicht tiefer. Deshalb passt sie nicht in das Muster oben. Für die Instrumente, die man in Bands und Orchestern ständig antrifft, reichen die vier Zeilen mit transponierenden Instrumenten aus.

Oktavierende Instrumente

Einige Instrumente transponieren nur um ganze Oktaven. Sie werden höher oder tiefer notiert, als sie klingen, damit ihre Noten ohne viele Hilfslinien auskommen. Die Piccoloflöte klingt eine Oktave höher als notiert, Gitarre, E-Bass und Kontrabass klingen eine Oktave tiefer, und das Glockenspiel klingt zwei Oktaven höher. Mit ihnen hast du es leichter als mit den B- und Es-Instrumenten, denn die Tonnamen bleiben gleich und nur die Oktave ändert sich. Die Verwirrung um Tonarten, die bei den anderen transponierenden Instrumenten entsteht, kommt bei ihnen deshalb kaum vor.

Eine Stimme in der richtigen Tonart schreiben

Kennst du das Intervall eines Instruments, verschiebst du die klingend notierte Musik um genau diesen Abstand nach oben und passt die Tonartvorzeichnung an. Für eine ganze Stimme dauert das von Hand lange, und Fehler passieren schnell. Schneller geht es mit bearbeitbaren Noten als Ausgangspunkt. Songscription transkribiert deine Aufnahme. Dann bittest du Annie, die Assistenz im Editor, die Stimme um das Intervall des Instruments zu transponieren. Für eine B-Trompete schreibst du zum Beispiel „Transponiere um eine große Sekunde nach oben“. Danach exportierst du die Stimme. Wie das für die einzelnen Instrumente aussieht, zeigen die Anleitungen für Trompete, Klarinette, Saxofon und Horn. Den ganzen Ablauf findest du in der Anleitung zum Transponieren.

Häufige Fragen

Was ist ein transponierendes Instrument?

Bei einem transponierenden Instrument klingen die Noten anders, als sie dastehen. Spielst du darauf ein notiertes C, kommt ein anderer Ton heraus. Dieser Ton gibt die Stimmung des Instruments an. Auf einer B-Trompete klingt ein notiertes C als B, auf einem Altsaxofon in Es als Es und auf einem Horn in F als F. Damit eine Stimme richtig klingt, transponierst du die klingend notierte Musik in die Tonart, in der das Instrument notiert wird.

Welche Instrumente stehen in B, Es und F?

Die gängigen B-Instrumente sind Trompete, Sopran- und Tenorsaxofon, Klarinette, Kornett und Flügelhorn. In Es stehen vor allem Alt- und Baritonsaxofon. Horn und Englischhorn sind F-Instrumente. Nicht transponierend, also in C, sind unter anderem Querflöte, Oboe, Fagott, Klavier, Geige und Posaune.

Warum gibt es transponierende Instrumente?

Vor allem, damit man innerhalb einer Instrumentenfamilie wechseln kann, ohne die Griffe neu zu lernen. Alle Saxofone werden gleich gegriffen. Ein notiertes C hat deshalb auf jedem Saxofon denselben Griff, obwohl die tatsächliche Tonhöhe jeweils eine andere ist. Außerdem bleiben die Noten sehr hoher und sehr tiefer Instrumente so gut lesbar im Notensystem. Wer für diese Instrumente schreibt, muss die Stimme deshalb in die passende Tonart transponieren.

Wie schreibe ich eine Stimme für ein transponierendes Instrument?

Du verschiebst die klingend notierte Musik um das Intervall des Instruments nach oben, bei B-Instrumenten um eine große Sekunde, bei Es-Instrumenten um eine große Sexte und bei F-Instrumenten um eine reine Quinte. Von Hand schleichen sich dabei leicht Fehler ein. Schneller geht es, wenn du mit bearbeitbaren Noten anfängst: Songscription transkribiert deine Aufnahme. Dann bittest du Annie, die Assistenz im Editor, die Stimme um das Intervall des Instruments zu transponieren, und exportierst sie in der richtigen Tonart.

Du kannst das gleich an einem echten Song ausprobieren. Lade mit Songscription eine Aufnahme hoch und exportiere eine Stimme in der Tonart, die dein Instrument braucht.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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