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So transponierst du einen Song für Waldhorn

Das Waldhorn in F wird eine reine Quinte höher notiert, als es klingt, und transponiert damit um ein anderes Intervall als die Instrumente in B und Es. Eine Stimme in klingender Tonhöhe klingt auf dem Horn eine reine Quinte zu tief, und zu einer lesbaren Hornstimme kommst du auch, ohne das Intervall selbst auszurechnen.

Anleitung zum Transponieren eines Songs für Waldhorn in F, das eine reine Quinte über der klingenden Tonhöhe notiert wird, mit Hinweisen zum Tonumfang und zu einer fertigen, lesbaren Stimme

Teil unseres Leitfadens zum Transponieren eines Songs in jede Tonart.

Du hast eine Melodie, ein Leadsheet oder eine Aufnahme und möchtest, dass ein Waldhorn sie spielt. Legst du eine Stimme in klingender Tonhöhe aufs Pult, klingt sie eine reine Quinte zu tief, denn das Horn ist ein transponierendes Instrument. Das moderne Waldhorn steht in F, und damit die Person am Horn deine Musik richtig lesen kann, schiebst du sie um ein ganz bestimmtes Intervall nach oben.

Das Horn in F wird eine Quinte höher notiert

Das heutige Waldhorn ist ein Horn in F. Was für dieses Instrument geschrieben wird, steht also eine reine Quinte über der klingenden Tonhöhe. Liest die Person am Horn ein notiertes G, hörst du ein klingendes C, eine reine Quinte tiefer. Wird eine Stimme in klingender Tonhöhe so gespielt, wie sie dasteht, klingt sie auf dem Horn deshalb eine reine Quinte zu tief. Du musst sie also um genau dieses Intervall höher notieren.

Die Instrumente in B wie Trompete und Klarinette transponieren um ein anderes Intervall, die Instrumente in Es wie das Altsaxophon wieder um ein anderes. Das Horn hat da seinen eigenen Platz. Es ist eines der deutlichsten Beispiele dafür, dass Notenbild und klingende Tonhöhe zwei verschiedene Dinge sind. Mehr dazu steht in unserem Artikel darüber, was Transponieren eigentlich bedeutet.

Ein Stück Geschichte hilft beim Lesen älterer Noten. Orchesterstimmen für Horn standen früher nicht immer in F. Bevor es Ventile gab, steckte man unterschiedlich lange Rohrstücke auf, die Stimmbögen, um das Instrument in die Tonart des Stücks zu bringen. Eine Stimme konnte also für Horn in D, Horn in Es oder in einer von mehreren anderen Stimmungen geschrieben sein, und ihre Transposition richtet sich nach dem Bogen, den die Komposition vorschreibt. Darum wirkt historische Hornnotation von Werk zu Werk so uneinheitlich. Für alles, was du heute schreibst, gilt eine einfache Regel: Horn in F, eine reine Quinte über klingend.

So transponierst du die Stimme

Konkret schiebst du die Musik aus der klingenden Tonhöhe eine reine Quinte nach oben. Aus einem klingenden C wird für das Horn ein notiertes G, aus einem klingenden F ein notiertes C, aus einem klingenden G ein notiertes D, und so geht es mit jeder Note weiter. Die Vorzeichen wandern mit. Ein Stück, das klingend in C-Dur steht, notierst du für das Horn in G-Dur, also mit einem Kreuz mehr. Ziehst du das durch die ganze Stimme konsequent durch, spielt die Person am Horn aus ihren transponierten Noten genau die klingenden Töne, die du dir vorgestellt hast.

Den Tonumfang darfst du dabei nicht übergehen. Wenn alles eine Quinte höher rutscht, wandert auch der höchste Ton einer Melodie nach oben, und der Bereich, in dem ein Horn bequem spielt, ist begrenzt, gerade bei Amateur:innen oder Schüler:innen. Die hohe Lage ist auf dem Horn anstrengend. Eine Linie, die in einer Klavierstimme gemütlich in der Mitte lag, kann eine Quinte höher notiert unangenehm hoch landen.

Bevor die Stimme fertig ist, schau dir die höchste und die tiefste notierte Note an und frag dich, ob die Person, die spielen soll, sie wirklich spielen kann. Ist es oben zu hoch, setz das Original vorher eine Oktave tiefer oder nimm einen tiefer liegenden Abschnitt der Melodie. Dann bleibt die notierte Stimme in einer Lage, die sich gut spielen lässt. Wie du Musik allgemein von einer Tonart in eine andere bringst, steht in unserem Leitfaden zum Transponieren eines Songs in jede Tonart.

Warum eine Quinte und kein Ganzton

Jedes transponierende Instrument ist nach dem Ton benannt, der klingt, wenn auf dem Blatt ein C steht, und dieser Ton ist bei jedem Instrument ein anderer. Eine B-Trompete spielt auf ein notiertes C ein klingendes B, einen Ganzton tiefer, also notiert man ihre Stimme einen Ganzton höher. Das moderne Horn in F spielt auf ein notiertes C ein klingendes F, eine reine Quinte tiefer, also steht seine Stimme eine reine Quinte höher.

Das Intervall ergibt sich direkt aus der Grundstimmung des Instruments. Nach derselben Logik funktionieren die Instrumente in Es: Ein Altsaxophon spielt auf ein notiertes C ein klingendes Es und transponiert deshalb wieder anders, wie du in Einen Song für Alt- oder Tenorsaxophon transponieren nachlesen kannst. Sobald du jedes Instrument nach dem Ton benennst, den es auf ein notiertes C spielt, wirkt die Quinte beim Horn gar nicht mehr seltsam.

Die Hornstimme aus einer Aufnahme

Hast du keine Noten, sondern nur eine Aufnahme, kommst du trotzdem zu einer Hornstimme, ohne selbst zu rechnen. Songscription hört die Aufnahme ab und schreibt die Töne als bearbeitbare Noten in klingender Tonhöhe auf. Danach stellst du das Horn auf F-Stimmung, und die Musik wird für dich eine reine Quinte nach oben transponiert. Du prüfst den notierten Tonumfang für die Person, die spielen soll, und exportierst die Stimme.

So hast du eine Stimme, die genau auf diese Person und ihren Tonumfang zugeschnitten ist. Das schafft eine gedruckte Ausgabe nicht immer. Wo du früher Note für Note umschreiben musstest, stellst du jetzt eine Stimmung ein und liest das Ergebnis ab.

Häufige Fragen

In welcher Stimmung steht das Waldhorn?

Das heutige Waldhorn ist ein Horn in F. Seine Stimme wird also eine reine Quinte über der klingenden Tonhöhe notiert. Liest die Person am Horn ein notiertes G, erklingt ein C, also eine reine Quinte tiefer. Ältere Orchesterstimmen waren für Hörner in anderen Stimmungen geschrieben, die mit verschiedenen Stimmbögen gespielt wurden. Deshalb sieht die historische Hornnotation von Stück zu Stück anders aus. Heute schreibt man die Stimme in F.

Wie transponiere ich einen Song für Waldhorn?

Damit aus Musik in klingender Tonhöhe eine Stimme für Horn in F wird, schiebst du jede Note eine reine Quinte nach oben. Aus einem klingenden C wird für das Horn ein notiertes G, aus einem klingenden F ein notiertes C, und die Vorzeichen wandern ebenfalls eine reine Quinte nach oben. Gibst du der Person am Horn eine Stimme in klingender Tonhöhe, klingt die Musik eine reine Quinte zu tief. Mit Songscription machst du aus einer Aufnahme bearbeitbare Noten, stellst das Horn auf F-Stimmung und exportierst die Stimme gleich transponiert.

Warum transponiert das Horn um eine reine Quinte und nicht um einen Ganzton wie die Trompete?

Transponierende Instrumente sind nach dem Ton benannt, der klingt, wenn sie ein notiertes C spielen, und dieses Intervall ist bei jedem Instrument anders. Eine B-Trompete spielt auf ein notiertes C ein klingendes B, also einen Ganzton tiefer, und deshalb steht ihre Stimme einen Ganzton höher. Das moderne Horn in F spielt auf ein notiertes C ein klingendes F, also eine reine Quinte tiefer, und deshalb steht seine Stimme eine reine Quinte höher. Das Horn ist einfach auf einen anderen Grundton gestimmt als die Instrumente in B wie Trompete und Klarinette oder die Instrumente in Es wie das Altsaxophon. Darum hat es sein eigenes Transpositionsintervall.

Kann ich aus einer Aufnahme eine Stimme für Waldhorn bekommen?

Ja. Lade die Aufnahme bei Songscription hoch, dann bekommst du die Töne als bearbeitbare Noten in klingender Tonhöhe. Danach stellst du das Horn auf F-Stimmung, und die Musik wird eine reine Quinte nach oben transponiert. Du behältst den spielbaren Tonumfang im Blick und exportierst eine Stimme, die die Person am Horn direkt lesen kann. Sie passt genau zu dem Tonumfang, mit dem du es zu tun hast.

Fang am besten mit dem Song an, den das Horn wirklich spielen soll. Lade eine Aufnahme bei Songscription hoch, stell das Horn auf F-Stimmung und exportiere die transponierte Hornstimme.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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