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Was heißt „klingend“ in der Musik?

Die klingende Tonhöhe ist der gemeinsame Bezug, mit dem eine Band sauber zusammenspielt. Sie erklärt auch, warum Trompete und Klavier nicht denselben Ton spielen, wenn sie dieselbe Note lesen. Klavier, Gitarre und Streicher spielen klingend, transponierende Instrumente wie Trompete und Saxophon dagegen nicht.

Was „klingend“ bedeutet: der gemeinsame Bezugston, nach dem Instrumente stimmen, und warum transponierende Instrumente in einer anderen Tonart lesen, als sie klingen

Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden Songs in jede Tonart transponieren.

Vielleicht hast du schon mal gehört, wie eine Band nach einem einzigen Ton stimmt, oder eine Stimme gesehen, auf der „in C“ steht. Beides hat mit der klingenden Tonhöhe zu tun. Sie ist der gemeinsame Bezug, mit dem Klavier, Geige und Trompete sauber zusammenspielen, obwohl bei manchen dieser Instrumente etwas anderes erklingt, als auf dem Blatt steht. Wer das verstanden hat, versteht auch, warum transponierende Instrumente so funktionieren, wie sie funktionieren, und warum sich Noten auf zwei verschiedene Arten schreiben lassen.

Was „klingend“ bedeutet

Klingend meint die Tonhöhe, die tatsächlich zu hören ist, und nach ihr stimmt ein Ensemble. Üblich ist, das a′ über dem mittleren C, also A4, auf 440 Hz zu stimmen. Auf diesen Ton einigt sich die ganze Gruppe, und deshalb stimmt ein Orchester vor dem Spielen nach einem einzigen A. Wer ein klingendes C verlangt, meint den Ton, den alle hören, und nicht irgendeine Note, die gerade auf dem Blatt einer bestimmten Person steht. Dieselbe Vorstellung vom „echten Ton“ steckt auch hinter der Frage, was Transponieren eigentlich ist. Einen Song in eine neue Tonart bringen kannst du nämlich erst, wenn klar ist, welche Töne im Original wirklich erklingen.

Noch ein Hinweis zu den Tonnamen: Im Deutschen heißt der Ton, den man im Englischen „B-flat“ nennt, einfach B, und das englische B ist bei uns das H. Die B-Trompete ist also die Trompete in „B-flat“.

Welche Instrumente klingend spielen

Nicht transponierende Instrumente werden klingend notiert und spielen genau den Ton, den sie lesen. Dazu gehören die meisten Instrumente, an die man zuerst denkt: Klavier, Gitarre, die Streicher (Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass), Flöte, Oboe, Posaune und die Singstimme. Liest jemand am Klavier ein C, klingt auch ein C, und zwischen Notenblatt und Ton gibt es keinen Unterschied. Auch deshalb eignet sich das Klavier so gut als Bezugsinstrument: Was du siehst, hörst du auch. Wenn du stimmst oder Töne mit anderen im Raum abgleichst, kannst du dich darauf verlassen.

Warum transponierende Instrumente anders sind

Bei transponierenden Instrumenten klingt die notierte Note als ein anderer Ton. Die gängigen kannst du dir leicht merken, sobald du das Muster siehst. B-Klarinette, B-Trompete und B-Tenorsaxophon klingen einen Ganzton oder mehr tiefer, als sie lesen. Das Es-Altsaxophon klingt eine große Sexte tiefer, das Horn in F eine reine Quinte. Ein notiertes C auf der B-Trompete klingt also als B. Transponierende Instrumente gibt es zu einem großen Teil deshalb, weil man so zwischen verschiedenen Größen derselben Instrumentenfamilie wechseln kann und dieselben Griffe behält. Dazu kommen weitere historische Gründe, die mitbestimmt haben, wie diese Instrumente standardisiert wurden. Mehr zu den einzelnen Familien steht in unserem Artikel Transponierende Instrumente erklärt.

Noten in klingender Notation und wie du sie bekommst

„Klingend“ bezeichnet auch eine Art, Noten zu schreiben. Noten in klingender Notation, manchmal auch „Noten in C“ genannt, zeigen jede Stimme in der Tonhöhe, in der sie erklingt, und nicht in der transponierten Lesart des jeweiligen Instruments. Wer dirigiert oder arrangiert, sieht so leicht, was im ganzen Ensemble wirklich passiert, weil alle Stimmen denselben Bezug haben. Songscription transkribiert eine Aufnahme in bearbeitbare Noten und erfasst dabei die klingende Tonhöhe direkt aus dem Audio. Aus diesen Noten kannst du dann eine transponierte Stimme für ein transponierendes Instrument erstellen. So werden aus den klingenden Tönen die Noten, die jemand an Klarinette oder Trompete lesen muss. Den ganzen Ablauf beschreibt unser Leitfaden Songs in jede Tonart transponieren.

Häufige Fragen

Was bedeutet „klingend“?

Klingend meint die Tonhöhe, die tatsächlich zu hören ist. Nach ihr stimmt ein Ensemble. Üblich ist, das a′ über dem mittleren C, also A4, auf 440 Hz zu stimmen. Spielt jemand ein klingendes C, hören alle im Raum dasselbe C, egal auf welchem Instrument es gespielt wird. Auf dieser gemeinsamen Grundlage können verschiedene Instrumente sauber zusammenspielen.

Welche Instrumente spielen klingend?

Nicht transponierende Instrumente werden klingend notiert und spielen genau den Ton, den sie lesen. Dazu gehören Klavier, Gitarre, die Streicher (Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass), Flöte, Oboe, Posaune und die Singstimme. Liest jemand am Klavier ein C, klingt auch ein C. Zwischen der notierten Note und dem Ton, den du hörst, gibt es keinen Unterschied.

Warum spielen manche Instrumente nicht klingend?

Bei transponierenden Instrumenten klingt die notierte Note als ein anderer Ton. Ein notiertes C auf der B-Trompete klingt als B, und bei B-Klarinette und B-Tenorsaxophon ist es genauso. Das Es-Altsaxophon klingt eine große Sexte tiefer, als es liest, das Horn in F eine reine Quinte tiefer. Zum Teil gibt es das, damit man zwischen verschiedenen Größen derselben Instrumentenfamilie wechseln kann und dieselben Griffe behält. Dazu kommen weitere historische Gründe.

Was bedeutet „klingendes A“ oder „klingendes B“?

Mit „klingendes A“ oder „klingendes B“ ist der Ton gemeint, der tatsächlich erklingt, und nicht die Note, die jemand an einem transponierenden Instrument liest. Verlangt die Person am Dirigierpult ein klingendes B, spielen alle dasselbe B, auch wenn bei Trompete oder Klarinette dafür eine andere Note auf dem Blatt steht. Das Wort „klingend“ zeigt an, dass es um den echten Ton geht und nicht um das, was notiert ist.

Am besten verstehst du die klingende Tonhöhe, wenn du sie aus einem Song holst, den du kennst. Lade eine Aufnahme in Songscription hoch und bekomm bearbeitbare Noten in klingender Notation. Die kannst du danach für dein Instrument transponieren.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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