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Exportformate für Musik: PDF, MIDI, MusicXML oder Guitar Pro

Die meisten Transkriptionstools exportieren mindestens zwei Formate, und welches davon das richtige ist, hängt davon ab, was du als Nächstes vorhast. Hier erfährst du, was PDF, MIDI, MusicXML und Guitar Pro jeweils können, wofür sie nützlich sind und wann du sie besser weglässt.

Musik-Exportformate im Vergleich (PDF, MIDI, MusicXML, Guitar Pro): was jedes Format kann und welches du zum Drucken, für die DAW oder zum Bearbeiten nimmst

Teil unseres Ratgebers zu den besten Tools für Musiktranskription und Noten.

Die meisten Transkriptionstools bieten dir mindestens zwei Exportformate an, und bevor du etwas herunterlädst, lohnt es sich zu wissen, was hinter jedem steckt. Vom Format hängt ab, was du danach mit der Datei machen kannst: sie drucken, in eine DAW laden, in einem Notenprogramm öffnen oder an Gitarrist:innen weitergeben, die wissen müssen, wo ihre Finger hingehören. Greifst du hier daneben, musst du die Datei meistens später umwandeln, und diese Extraarbeit kannst du dir sparen.

Die vier wichtigsten Exportformate sind PDF, MIDI, MusicXML und Guitar Pro. Jedes passt zu einem anderen nächsten Schritt, und jedes hat Fälle, in denen du es besser weglässt.

Noten als PDF

Ein PDF ist ein festes Bild deiner Noten. Das ganze Layout ist fixiert, von den Noten bis zu den Seitenumbrüchen, und auf dem Handy sieht es genauso aus wie auf dem Tablet oder dem Laptop. Zum Anschauen braucht niemand eine spezielle Software. Deshalb ist PDF zum Standard geworden, wenn Noten weitergegeben oder gedruckt werden.

Wofür es sich eignet

Soll am Ende eine gedruckte Seite herauskommen, ist PDF die richtige Wahl. Beim Drucken verschiebt sich nichts, also landet das Layout, das du auf dem Bildschirm siehst, genau so auf dem Papier. Du kannst die Datei per Mail schicken, einen Link darauf teilen oder sie in einen Ordner legen, und sie öffnet sich sauber, egal was die andere Person installiert hat. Wenn viele Leute schnell dieselben Noten vor sich haben sollen, ist PDF kaum zu schlagen.

Wo es an Grenzen stößt

Richtig bearbeiten lässt sich ein PDF nicht. Eine falsche Note korrigieren, die Tonart ändern oder die Tempoangabe anpassen geht damit nicht. Muss etwas korrigiert werden, gehst du zurück zu dem Programm, das die Datei erzeugt hat, und exportierst eine neue Version. Wie der Export abläuft und was du vorher am Layout prüfen solltest, steht in unserem Ratgeber zum Export von Klaviernoten als PDF.

MIDI-Export

Eine MIDI-Datei enthält kein Audio. Sie hält die Töne fest: welche Tonhöhe, wann ein Ton beginnt, wie lange er dauert und wie stark er angeschlagen wird. Deine Software liest diese Informationen und spielt sie mit dem Instrument oder Sound ab, den du ihr zuweist. Dieselbe MIDI-Datei klingt also ganz anders, je nachdem, welches Plug-in oder welcher Sampler sie wiedergibt.

Wofür es sich eignet

Zu MIDI greifen Produzent:innen als Erstes. Zieh die Datei in Ableton, Logic, FL Studio oder eine andere DAW, und jeder Ton liegt bearbeitbar im Raster. Du kannst den Part einem anderen Instrument zuweisen, das Timing anpassen, einzelne Töne ändern oder die Transkription als Grundgerüst nehmen und etwas Neues darauf aufbauen. Songwriter:innen nehmen oft eine transkribierte Basslinie oder Akkordfolge als Skizze und spielen dann ihre eigenen Aufnahmen darüber ein.

Auch zum Üben ist MIDI praktisch. Die meisten DAWs und Notenprogramme können einen Abschnitt in Schleife abspielen, ihn langsamer wiedergeben oder aus einem Export mit mehreren Spuren ein einzelnes Instrument herauslösen. Songscription exportiert MIDI aus jeder Transkription. Wie aus Audio genau MIDI wird, erklärt unser Ratgeber zum Umwandeln von Audio in MIDI.

Wo es an Grenzen stößt

Geschriebene Noten kennt MIDI nicht. Es weiß, welche Töne wann kommen, aber nicht, wie die Musik notiert wurde, also kein Layout, keine Vortragszeichen, keine Gruppierungen. Brauchst du bearbeitbare Noten statt reiner Tondaten, bekommst du die mit MIDI allein nicht.

MusicXML

Über MusicXML tauschen Notenprogramme Dateien untereinander aus. Das Format enthält die eigentliche Struktur der Noten, also nicht nur, welche Töne gespielt wurden, sondern auch, wie sie notiert sind, mit Gruppierungen, Vortragszeichen, Liedtext und der Aufteilung auf die Instrumente. MuseScore, Sibelius, Finale und Dorico können es alle lesen und schreiben. Deshalb ist es in der Praxis der Standard, wenn Noten von einem Programm ins andere wandern sollen.

Wofür es sich eignet

Willst du die Noten als Nächstes in einem Notenprogramm bearbeiten, ist MusicXML das passende Format. Eine Transkription ist selten auf Anhieb fehlerfrei. Mit MusicXML öffnest du sie in dem Editor, der dir am liebsten ist, und änderst, was nötig ist, ohne dass dabei etwas verloren geht. Songscription exportiert MusicXML aus jeder Transkription; mehr dazu steht auf der Seite Audio zu MusicXML.

Wo es an Grenzen stößt

MusicXML ist ein Zwischenformat. Du öffnest die Datei, bearbeitest die Noten und exportierst sie als PDF, sobald du sie weitergeben oder drucken willst. Direkt an Schüler:innen gibst du so eine Datei nicht. Arbeitest du aber ohnehin mit einem Notenprogramm, fängst du am besten mit MusicXML an.

Guitar Pro

Eine Guitar-Pro-Datei enthält Standardnotation und Tabulatur, und beide bleiben synchron. Oben laufen die Noten, darunter die Tabs. Änderst du eine Note in der einen Ansicht, passt sich die andere an. An Gitarre und Bass hilft das, weil die notierte Tonhöhe nicht verrät, wo auf dem Griffbrett du den Ton greifst. Die Lage beeinflusst aber, wie er klingt und wie leicht er sich spielen lässt.

Wofür es sich eignet

In Guitar-Pro-Dateien stehen für jeden Ton Saite und Bund. Du weißt also genau, wo du auf dem Griffbrett hinmusst, und musst es nicht erst selbst herausfinden. Songscription exportiert Guitar-Pro-Dateien, in denen Stimmung, Tab-Positionen und Noten schon eingetragen sind. Wie KI mit Gitarrentranskription umgeht, liest du in unserem Ratgeber zum Umwandeln von Audio in Gitarren-Tabs.

Wo es an Grenzen stößt

Wer kein Instrument mit Bünden spielt, hat von Guitar Pro nichts. Am Klavier oder beim Produzieren gibt es keinen Grund, dazu zu greifen, und in einer DAW hilft die Tab-Ansicht auch nicht weiter.

Welches Exportformat passt?

Wenn du nicht sicher bist, welches du brauchst, richte dich nach dem nächsten Schritt:

  • Feste Noten drucken oder verschicken? PDF.
  • Die Töne in eine DAW laden? MIDI.
  • Die Noten in einem Notenprogramm bearbeiten? MusicXML.
  • Gitarrist:innen oder Bassist:innen ihren Part geben? Guitar Pro.

Alle vier Formate aus Songscription

Songscription erzeugt diese Formate aus einer einzigen Transkription. Lade eine Aufnahme hoch, füg einen YouTube-Link ein oder nimm dein eigenes Audio. Sobald die Transkription fertig ist, lädst du das Format herunter, das dein nächster Schritt braucht, und wenn dein Workflow mehr als einen Schritt hat, eben mehrere. PDF, MIDI und MusicXML bekommst du aus jeder Transkription, Guitar Pro und ein Tab-PDF zusätzlich, wenn du ein Instrument mit Bünden transkribierst. Ein separates Tool, durch das du das Audio für ein anderes Format noch einmal schicken musst, brauchst du nicht. Derselbe Durchgang liefert druckfertige Noten, einen DAW-Import, bearbeitbare Noten und einen Gitarrenpart mit Tabs. So hängst du nicht an einer Entscheidung, die du getroffen hast, bevor klar war, wohin die Musik geht.

Fazit

Welches Format du nimmst, hängt im Grunde nur davon ab, was du als Nächstes vorhast. Ein einzelner Song kann gut zu verschiedenen Zeitpunkten in allen vier landen: als PDF für die Probe, als MIDI für die Session, als MusicXML fürs Arrangement, bei dem die Noten noch bearbeitet werden, und als Guitar Pro für alle an der Gitarre, die den Part lernen. Jedes Format erledigt dabei eine andere Aufgabe.

Keins der vier ist allgemein besser als die anderen. Sie passen zu unterschiedlichen Situationen, und sobald du weißt, in welcher du steckst, ist die Wahl meistens klar. Ein echter Fehler ist es nur, dich auf ein Format festzulegen, bevor du weißt, wohin die Musik geht, und dann alles noch einmal zu machen, weil du doch ein anderes gebraucht hättest.

Häufige Fragen

Welche Exportformate für Musik gibt es?

Die vier wichtigsten Exportformate für Musik sind PDF, MIDI, MusicXML und Guitar Pro. Ein PDF ist ein festes Bild deiner Noten zum Drucken und Weitergeben. MIDI hält die Töne fest, damit du sie in eine DAW laden kannst. MusicXML enthält die komplette Struktur der Noten, sodass du sie in einem Notenprogramm bearbeiten kannst, und Guitar Pro zeigt Noten und Tabulatur synchron für Instrumente mit Bünden. Vom Format hängt ab, was du danach mit der Datei machen kannst.

Welches Exportformat soll ich nehmen?

Richte dich nach deinem nächsten Schritt. PDF nimmst du, wenn du feste Noten drucken oder verschicken willst, MIDI, wenn die Töne in eine DAW sollen, MusicXML, wenn du die Noten in einem Notenprogramm bearbeiten willst, und Guitar Pro, wenn Gitarrist:innen oder Bassist:innen ihren Part bekommen sollen. Ein echter Fehler ist es nur, dich auf ein Format festzulegen, bevor du weißt, wohin die Musik geht.

Ist MIDI dasselbe wie Noten?

Nein. Eine MIDI-Datei hält fest, welche Tonhöhe ein Ton hat, wann er beginnt, wie lange er dauert und wie stark er angeschlagen wird. Geschriebene Noten kennt sie aber nicht, also kein Layout, keine Vortragszeichen und keine Gruppierungen. Brauchst du bearbeitbare Noten statt reiner Tondaten, reicht MIDI allein nicht. Dafür ist MusicXML das richtige Format.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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