Teil unseres Ratgebers, wie du Noten zu jedem Song findest.
Auf MuseScore.com liegen Noten, die andere Nutzer:innen hochgeladen haben, und viele davon gibt es nur mit Abo. Fehlt dein Song dort, kommst du trotzdem weiter. Songscription erzeugt die Noten direkt aus der Aufnahme, du bist also nicht auf das angewiesen, was schon jemand geteilt hat. Songscription hört sich die Aufnahme an und schreibt bearbeitbare Noten, die du korrigieren, transponieren und als PDF, MIDI, MusicXML oder Guitar Pro exportieren kannst. Es gibt einen kostenlosen Plan und eine 14-tägige Testphase. So kannst du es mit deinem Song ausprobieren, bevor du etwas bezahlst.
MuseScore als Programm und MuseScore.com als Bibliothek
Hinter dem Namen MuseScore stecken zwei verschiedene Dinge, und genau dieser Unterschied erklärt, warum dein Song vielleicht fehlt. MuseScore ist ein kostenloses Notenprogramm, das du auf deinem Computer installierst, um Noten zu schreiben und zu bearbeiten. MuseScore.com ist eine eigene Community-Website, auf die Leute fertige Noten hochladen, und viele davon sind nur mit Abo zugänglich. Mit dem Programm lässt sich fast alles notieren. Auf der Website steht dagegen nur, was die Nutzer:innen dort hochladen wollten.
Fehlt ein Song auf MuseScore.com, hat ihn also niemand aus der Community transkribiert und hochgeladen. Dass sich das Stück nicht in Noten fassen lässt, heißt das nicht. Bekannte Songs landen dort, weil viele Leute sie haben wollen. Eigene Stücke, Indie-Releases, regionale Musik und alles, was eher unbekannt oder ganz neu ist, tauchen dort oft gar nicht auf. Findest du in der Bibliothek immer wieder nichts, zeigt dir unsere Übersicht mit Alternativen zu MuseScore weitere Stellen zum Suchen. Verlässlicher ist es aber, die Noten mit Songscription selbst zu erstellen.
Noten aus der Aufnahme erzeugen
Für einen Song, den keine Bibliothek hat, transkribierst du den Song direkt aus dem Audio. Genau dafür ist Songscription gemacht. Es hört sich eine Aufnahme an und schreibt Töne, Rhythmus und Akkorde als bearbeitbare Noten auf. Das geht in vier Schritten.
- Audio besorgen. Du kannst eine MP3-, WAV-, M4A- oder MP4-Datei nehmen oder einen Link von YouTube, TikTok oder Instagram einfügen. Geschützte Streams wie Spotify oder Apple Music funktionieren nicht direkt, weil das Audio dort gesperrt ist. Fang also mit einer Datei an, die dir gehört, oder mit einer Quelle, die du legal abspielen darfst.
- Hochladen oder einfügen. Zieh die Datei auf die Seite Audio in Noten umwandeln oder füg dort den Link ein. Im kostenlosen Plan werden die ersten 30 Sekunden transkribiert. So siehst du das Ergebnis, bevor du dich auf den ganzen Song festlegst.
- Instrument wählen. Am weitesten entwickelt ist das Modell für Klavier. Gitarre, Bass, Geige, Flöte, Trompete, Saxofon und Schlagzeug werden unterstützt, und Gesang gibt es in einer experimentellen Version. Mit dem gewählten Instrument weiß das Modell, worauf es hören soll.
- Bearbeitbare Noten bekommen. Du bekommst Noten, eine Piano Roll und die erkannten Akkorde zurück. Das alles kannst du korrigieren und im selben Durchgang als PDF, MIDI, MusicXML oder Guitar Pro exportieren.
Die Modelle sind mit echten Musikaufnahmen trainiert. Deshalb kommt die Transkription auch mit richtigen Songaufnahmen zurecht und nicht nur mit sauberen einstimmigen Melodien. Für jedes Instrument kannst du mit dem Notengenerator anfangen.
Bearbeiten und exportieren
Erzeugte Noten sind ein erster Entwurf, also korrigier sie, bevor du dich darauf verlässt. Der eingebaute KI-gestützte Editor läuft im Browser. Dort verbesserst du falsche Töne, verteilst bei Klaviernoten die Töne anders auf die Hände und löschst einzelne Töne, die das Modell zu viel hineingeschrieben hat. Passt die Tonart nicht zu deinem Instrument oder deiner Stimme, transponierst du die ganzen Noten mit einem Klick in eine andere Tonart. Worauf du beim Hören achten solltest, erklärt unser Ratgeber zum Beheben von Fehlern in KI-Transkriptionen.
Wenn die Noten so dastehen, wie du sie haben willst, exportierst du sie. Eine PDF nimmst du zum Ausdrucken oder wenn du die Noten an andere Musiker:innen weitergibst. MusicXML brauchst du, wenn du in MuseScore weiter am Notensatz arbeiten willst, denn dieses Standardformat importieren MuseScore, Sibelius, Finale und Dorico alle. Wie die Übergabe klappt, steht in unseren Hinweisen zum Import in MuseScore, Sibelius, Finale und Logic. Welche Datei du wofür nimmst, erklärt der Ratgeber zu Exportformaten für Musik.
Wann sich die Suche in der Bibliothek trotzdem lohnt
Noten zu erzeugen ist nicht immer der beste erste Schritt. Gibt es schon gut gemachte Noten, die sich treu ans Original halten, und du vertraust ihnen, dann nimm die. Da hat sich jemand bewusst Mühe gegeben, alles richtig hinzubekommen, und das ist besser als ein Entwurf, den du erst noch aufräumen musst.
- Erst suchen, wenn es schon verlässliche offizielle oder Community-Noten genau von dem Arrangement gibt, das du willst.
- Erzeugen, wenn der Song in keiner Bibliothek auftaucht, in der du nachschaust.
- Erzeugen, wenn du Noten für ein bestimmtes Instrument oder eine bestimmte Stimme brauchst, die kein veröffentlichtes Arrangement abdeckt.
- Erzeugen, wenn du den Song in eine andere Tonart transponieren oder so vereinfachen willst, dass er zu deinem Können passt.
Den kompletten Ablauf mit der Suche als erstem Schritt findest du in unserem Ratgeber, wie du Noten zu jedem Song findest, und in unserer laufend ergänzten Liste der besten kostenlosen Notenbibliotheken. Unser Ratgeber zum Erstellen von Noten zeigt alle Wege zu deinen Noten, von der Suche über das Erzeugen aus einer Aufnahme bis zum Selberschreiben. Und hast du deine Noten, bist aber beim Notenlesen noch neu, fang mit unserer Einführung Noten lesen lernen an.
Häufige Fragen
Wie bekomme ich Noten zu einem Song, den es auf MuseScore nicht gibt?
Erzeug sie aus der Aufnahme. Auf MuseScore.com gibt es nur Noten, die andere Nutzer:innen hochladen wollten. Fehlt ein Song, hat ihn also schlicht noch niemand transkribiert, und Noten dazu kannst du trotzdem bekommen. Lade die Audiodatei in ein KI-Transkriptionstool hoch oder füg dort einen Link von YouTube, TikTok oder Instagram ein. Daraus entstehen bearbeitbare Noten, die du korrigieren und als PDF, MIDI, MusicXML oder Guitar Pro exportieren kannst.
Kann ich aus einer Audioaufnahme Noten machen?
Ja. Ein KI-Transkriptionstool hört sich die Aufnahme an und schreibt Töne, Rhythmus und Akkorde in bearbeitbare Noten. Du lädst eine Audiodatei hoch oder fügst einen Videolink ein, wählst das Instrument und bekommst Noten und eine Piano Roll zurück. Aus einem geschützten Stream wie Spotify oder Apple Music lässt sich das Audio nicht direkt holen. Nimm also eine Datei, die dir gehört, oder eine Quelle, die du legal abspielen darfst.
Ist MuseScore dasselbe wie MuseScore.com?
Nein. MuseScore ist ein kostenloses Notenprogramm, das du installierst, um Noten zu schreiben und zu bearbeiten. MuseScore.com ist eine eigene Community-Website, auf die Leute fertige Noten hochladen, und viele davon gibt es nur mit Abo. Dass dein Song auf der Website fehlt, sagt nichts darüber, ob er sich mit dem Programm notieren ließe. Es hat bloß noch niemand Noten dazu hochgeladen.
Kann ich das Ergebnis in MuseScore öffnen?
Ja. Exportier die erzeugten Noten als MusicXML. Das ist das gängige Austauschformat, das MuseScore, Sibelius, Finale und Dorico alle öffnen. In MuseScore kannst du die Noten dann setzen, umformatieren und bearbeiten wie alle anderen Noten auch. Brauchst du nur etwas zum Ausdrucken, exportierst du stattdessen eine PDF.
