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Exportformate von Songscription und MuseScore im Vergleich

Songscription und MuseScore exportieren beide PDF, MIDI und MusicXML. Die eigentliche Frage ist deshalb, woher die Noten kommen. In MuseScore gibst du die Musik selbst ein. Songscription wertet eine Aufnahme aus und schreibt die Noten für dich.

Exportformate von Songscription und MuseScore im Vergleich

Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden, wie du Tools für Musiktranskription auswählst.

Songscription und MuseScore werden oft nebeneinandergestellt, als wären es zwei konkurrierende Export-Programme, und dann heißt es: Mit welchem bekommst du die bessere PDF- oder MusicXML-Datei? Die Frage ist berechtigt. Ehrlich gesagt exportieren beide dieselben Standardformate. Der eigentliche Vergleich fängt aber vor dem Export an, nämlich bei der Frage, woher die Noten auf der Seite überhaupt kommen.

Genau da gehen die beiden Programme getrennte Wege. MuseScore ist ein kostenloser Noteneditor, in den du Musik eingibst. Songscription wertet eine Aufnahme aus und erstellt die Noten für dich.

Was die beiden Programme machen

MuseScore ist ein kostenloses Open-Source-Programm für Notensatz. Du baust deine Noten selbst auf, indem du sie eintippst, anklickst oder auf einem MIDI-Keyboard spielst, und MuseScore setzt sie, spielt sie ab und exportiert das Ergebnis. Das macht es richtig gut, und beim Preis kann kaum etwas mithalten. Nur zuhören kann es nicht. Aus einer Audioaufnahme die Noten herauszuhören, ist in MuseScore nicht vorgesehen.

Songscription setzt einen Schritt früher an. Du gibst Songscription eine Aufnahme, also eine Audiodatei, einen Link oder etwas, das du direkt einspielst, und bekommst bearbeitbare Noten von dem, was darauf zu hören ist. Beim Klavier verteilt Songscription die Noten auf beide Hände, und über der Notenzeile stehen die Akkordsymbole. Die Bearbeitungsfunktionen, die du zum Aufräumen brauchst, sind mit dabei, und danach exportierst du das Ergebnis. Um dieselbe Aufgabe streiten sich die beiden also gar nicht. Sie sind zwei Stationen auf demselben Weg von der Aufnahme zu fertigen Noten.

Die Exportformate im direkten Vergleich

Beim Export selbst überschneiden sich die beiden stark, und genau deshalb passen sie so gut zusammen.

FunktionSongscriptionMuseScore
PDF exportierenJaJa
MIDI exportierenJaJa
MusicXML exportierenJaJa
Guitar-Pro-Datei oder TabsJa, für Instrumente mit BündenTabulatur in den Noten, keine Guitar-Pro-Datei
Macht aus einer Aufnahme NotenJaNein
Erkennt Akkorde im AudioJaNein
Umfangreicher Notensatz und Layout von HandEinfache BearbeitungVollständiger, detaillierter Notensatz

Im oberen Teil der Tabelle wirken die Programme gleich, denn beide exportieren PDF, MIDI und MusicXML. Weiter unten zeigt sich dann, worin sie sich unterscheiden.

Woher die Noten kommen

Hast du eine Aufnahme, aber noch keine Noten, zeigt dir MuseScore eine leere Seite. Dann müsstest du jeden Ton selbst heraushören und von Hand eingeben, und genau diese langsame, sorgfältige Arbeit soll dir eine Transkription abnehmen. Songscription übernimmt sie, wertet das Audio aus und füllt die Seite. Sobald die Noten da sind, kannst du sie in MuseScore sehr gut weiter verfeinern. Welches Programm besser exportiert, ist also gar nicht die Frage. Die Frage ist eher, ob du die Noten schon hast. Wenn ja, setz sie in MuseScore. Hast du nur die Aufnahme, brauchst du zuerst eine Transkription, und dafür wurde MuseScore nie gebaut.

Erst transkribieren, dann setzen

Über das gemeinsame Format MusicXML klappt die Übergabe ohne Umwege. Du transkribierst die Aufnahme in Songscription, korrigierst, was offensichtlich nicht stimmt, und exportierst MusicXML. Wenn du die Datei in MuseScore öffnest, hast du vollständig bearbeitbare Noten, die du setzen, neu anordnen und ausfeilen kannst, und der schwierigste Teil ist schon erledigt. So verbindest du das Gehör von Songscription mit dem Notensatz von MuseScore in einem Arbeitsablauf, und mehr als einmal exportieren und einmal öffnen musst du dafür nicht. Wie das genau geht, zeigt unsere Anleitung zum Import von Exporten aus Songscription in MuseScore. Denselben Schritt für die anderen Programme findest du in unserem ausführlicheren Leitfaden zum Import in MuseScore, Sibelius, Finale und Logic.

Welches Programm solltest du nutzen?

Fängst du mit einer Aufnahme an, dann starte in Songscription, lass das Audio in Noten umwandeln und exportier danach, was dein nächster Schritt braucht. Hast du die Noten schon im Kopf oder aufgeschrieben, ist MuseScore ein kostenloses und leistungsfähiges Notensatzprogramm. Wenn du meistens mit Aufnahmen arbeitest, empfehlen wir dir beide, und zwar in dieser Reihenfolge. Unser ausführlicher Vergleich MuseScore vs. Songscription geht über den Export hinaus, und Alternativen zu MuseScore gibt einen Überblick über weitere Programme. Um aus einer Aufnahme Noten zu machen, fang mit Audio zu Noten an. Alles, was Songscription exportieren kann, findest du in unserem Leitfaden zu den Exportformaten von Songscription.

Häufige Fragen

Transkribiert MuseScore Audio in Noten?

Nein. MuseScore ist ein Notensatzprogramm. Die Noten gibst du selbst ein, indem du sie eintippst, auf einem MIDI-Keyboard spielst oder eine Datei importierst, und MuseScore setzt sie und spielt sie ab. Aus einer Aufnahme heraushören, welche Noten gespielt werden, kann MuseScore nicht. Genau diesen Schritt, aus einer Audiodatei Noten zu machen, übernimmt Songscription. Die beiden Programme übernehmen verschiedene Schritte desselben Arbeitsablaufs, und deshalb nutzen viele beide.

Können Songscription und MuseScore beide MusicXML exportieren?

Ja, und über dieses gemeinsame Format arbeiten die beiden zusammen. Songscription exportiert jede Transkription als PDF, MIDI und MusicXML, und MuseScore kann alle drei Formate öffnen und speichern. Du kannst also eine Aufnahme in Songscription transkribieren, MusicXML exportieren und die Datei in MuseScore öffnen, um dort weiterzuarbeiten. Weil MusicXML ein Standardformat ist, lässt sich dieselbe Datei auch in Sibelius, Finale und Dorico öffnen.

Ersetzt Songscription MuseScore?

Nicht wirklich, weil die beiden unterschiedliche Aufgaben haben. Songscription holt die Noten aus einer Aufnahme heraus. Du kannst sie dort auch bearbeiten, allerdings nur mit einfachen Funktionen. MuseScore ist ein vollwertiges, kostenloses Notensatzprogramm, mit dem du Noten von Hand anordnest und ausfeilst. Willst du aus Audio Noten machen, übernimmt Songscription den Teil, den MuseScore nicht kann. Geht es um detaillierten Notensatz, kommst du mit MuseScore weiter als mit jedem Transkriptionstool. Am besten fährst du, wenn du jedes Programm für das nutzt, was es gut kann.

Soll ich Songscription oder MuseScore verwenden?

Überleg zuerst, woher deine Noten kommen. Hast du eine Aufnahme und brauchst Noten dazu, fang in Songscription an: Es transkribiert das Audio und exportiert PDF, MIDI und MusicXML. Hast du die Noten schon und willst sie von Hand setzen oder arrangieren, ist MuseScore eine kostenlose und leistungsfähige Wahl. Für die meisten heißt die Antwort beides. Du transkribierst in Songscription, öffnest die exportierte MusicXML-Datei in MuseScore und stellst die Noten dort fertig.

Zur Person

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Geschrieben von

Songscription

Von Musiker:innen für Musiker:innen gemacht

Songscription macht aus jeder Aufnahme Noten, MIDI und Tabs. Dieser Beitrag kommt von den Musiker:innen und Entwickler:innen, die an den Tools arbeiten, die wir selbst gern gehabt hätten. Die Noten nehmen wir ernst, unsere Wortspiele noch ernster. Sollte eins davon schief klingen, entschuldigen wir uns schon mal im Voraus.

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