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Kann KI Noten bearbeiten? Was geht und was nicht

KI kann inzwischen Noten bearbeiten. Im Editor von Songscription beschreibst du eine Änderung in normalen Worten, und der Assistent Annie setzt sie in deinen Noten um. Am besten klappt das bei klaren, genau umrissenen Anfragen, und das Ergebnis solltest du immer prüfen. Manches überlässt du gut der KI, anderes machst du besser weiter selbst, und mit der Rückgängig-Funktion bist du dabei abgesichert.

Ein KI-Assistent in einem Noteneditor ändert Klaviernoten nach einer Anweisung in Alltagssprache, die Person am Bildschirm prüft die Änderung

Ja, KI kann Noten bearbeiten. Mit einem Assistenten, der direkt im Editor sitzt, wie Annie in Songscription, beschreibst du eine Änderung in normalen Worten. Der Assistent setzt sie in deinen Noten um, und du schaust sie dir an und behältst sie oder machst sie rückgängig.

Eine Änderung der KI ist also ein Vorschlag, der schon umgesetzt ist, aber keine Garantie. Manche Änderungen lassen sich gut in Worten anfragen, andere machst du schneller selbst. Prüfen gehört bei jeder Änderung einfach dazu, und ein Assistent im Editor arbeitet anders als ein allgemeiner Chatbot, in den du deine Musik hineinkopierst.

Was heißt es, wenn KI Noten bearbeitet?

Deine Noten ändern sich, weil du einen Satz schreibst. Statt eine Note auszuwählen, das richtige Menü zu suchen und sie auf eine andere Linie zu ziehen, tippst du in Alltagssprache, was du willst, und die Änderung erscheint auf der Seite.

In Songscription öffnet sich jede Transkription in einem Editor. Dort kannst du Tonhöhen korrigieren, Noten verschieben oder löschen, Noten zwischen linker und rechter Hand neu verteilen, das Timing anpassen, Liedtext hinzufügen und transponieren, und zwar entweder in der Notenansicht oder in der Piano Roll. Annie sitzt direkt in diesem Editor. Du kannst Annie mit jedem angemeldeten Konto nutzen, auch mit einem kostenlosen, und Annie arbeitet an genau den Noten, die du gerade vor dir hast. Du fragst, Annie ändert, und du prüfst das Ergebnis mit Augen und Ohren.

Die KI komponiert dabei nicht deine Musik, und nicht jede Anfrage gelingt auf Anhieb. Sie ist eher ein schnellerer Weg zu Änderungen, die du auch selbst machen könntest.

Welche Änderungen eignen sich für eine Anfrage in Worten?

Anfragen in Alltagssprache funktionieren am besten, wenn sich die Änderung leicht beschreiben lässt, aber viele Klicks kostet. Ein paar Beispiele für Anfragen, die gut passen:

  • Eine falsche Note korrigieren. „Die zweite Note in Takt 12 der rechten Hand soll ein E sein, kein F.“
  • Eine Passage verschieben. „Verschieb die linke Hand in Takt 5 bis 8 eine Oktave nach unten.“
  • Liedtext hinzufügen. Das gehört fest zu dem, was Annie kann, und erspart dir, jede Silbe einzeln einzutippen.

Gut geeignet ist eine Anfrage mit klarem Ziel und klarem Ergebnis. Je genauer du die Stelle benennst, also Takt, Hand und Zählzeit, und je genauer du sagst, was herauskommen soll, desto leichter kannst du prüfen, ob Annie das umgesetzt hat, worum du gebeten hast. Bei vagen Anfragen wie „Lass das besser klingen“ bekommst du zwar etwas zum Prüfen, aber keinen klaren Maßstab dafür.

Wann bist du direkt im Editor schneller?

Direkt bearbeiten geht schneller, wenn du die Korrektur schon genau kennst und sie nur einen Klick oder Tastendruck entfernt ist. Siehst du, dass eine Note einen Halbton zu hoch ist, ziehst du sie in der Piano Roll in einer Sekunde nach unten. Eine Anfrage zu tippen würde länger dauern.

Von Hand bist du auch hier im Vorteil:

  • Winzige rhythmische Korrekturen. Eine einzelne Note ein kleines Stück früher oder später zu setzen geht am leichtesten, wenn du sie im Raster vor dir siehst.
  • Handzuordnung Note für Note. Eine einzelne Note von der linken in die rechte Hand zu verschieben oder umgekehrt geht direkt im Editor schnell.
  • Prüfen während der Arbeit. Vergleichst du eine Transkription Takt für Takt mit der Aufnahme, bleibst du im Fluss, wenn du gleich an Ort und Stelle korrigierst.

In unserem Artikel zum Bearbeiten von Noten, nachdem du sie erstellt hast gehen wir die Werkzeuge zum Bearbeiten von Hand ausführlich durch, und in So korrigierst du Fehler in KI-Transkriptionen geht es darum, erst zu prüfen und dann zu korrigieren. In der Praxis mischen die meisten beides: Größere oder sich wiederholende Änderungen beschreiben sie, einzelne Details korrigieren sie selbst.

ÄnderungAnfrage in WortenDirekt bearbeiten
Liedtext zu einer Melodie hinzufügenPasst gutLangsam, Silbe für Silbe
Eine Passage nach oben oder unten verschiebenPasst gutGut bei wenigen Noten
Eine falsche Tonhöhe korrigieren, die du siehstFunktioniertMeist schneller
Das Timing einer einzelnen Note anpassenFunktioniertMeist schneller
Die Tonart des ganzen Stücks ändernBeides gehtIm Editor transponieren

Warum solltest du jede Änderung der KI prüfen?

Weil der Assistent falsch verstehen kann, was du gemeint hast, und nur du weißt, wie die Musik klingen soll. Eine Anfrage wie „Verschieb das eine Oktave nach unten“ lässt sich auf mehr als eine Art verstehen: Welche Noten, welche Hand, welche Takte? Annie setzt um, was am wahrscheinlichsten gemeint ist, und du prüfst, ob das zu dem passt, was du wolltest.

Eine kurze Prüfung sieht so aus:

  1. Schau dir die geänderten Takte an. Prüf, ob die Änderung dort gelandet ist, wo du sie haben wolltest, und nirgendwo sonst.
  2. Spiel sie ab. Hör dir die Passage mit der Wiedergabe an, bei Bedarf langsamer, und vergleich sie mit dem, was du erwartet hast.
  3. Hör auf die Nachbartakte. Achte darauf, dass die Takte davor und danach noch sauber anschließen.

Genauso prüfst du auch jede Transkription. Die KI bringt dich schnell nah ran, aber ob es dann stimmt, entscheidet dein Ohr. Ausführlicher geht es darum in unserem Artikel Was KI den Musiker:innen überlässt.

Wie funktioniert Rückgängigmachen bei Änderungen der KI?

Änderungen der KI landen im selben Verlauf des Editors wie deine eigenen. Passt Annies Änderung nicht, machst du sie rückgängig und formulierst die Anfrage genauer oder änderst die Stelle selbst.

Eine Anfrage auszuprobieren kostet dich also wenig. Bis du exportierst, ist nichts festgelegt, und auch danach kannst du jederzeit zurückkommen, weiter bearbeiten und neu exportieren. Bewährt hat sich, immer nur um eine Änderung zu bitten und jede zu prüfen, bevor du die nächste anfragst. Geht dann etwas schief, musst du nur einen Schritt rückgängig machen.

Was ist anders als bei ChatGPT oder Gemini?

Ein allgemeiner Chatbot sieht die Noten in deinem Editor nicht und kann sie auch nicht ändern. Er arbeitet mit Text. Wolltest du damit Noten bearbeiten, müsstest du die Notation als Text herauskopieren, um Änderungen bitten, das Ergebnis wieder einfügen und dann jede Note prüfen, denn ein Sprachmodell kann Notation ausgeben, die völlig überzeugend aussieht und trotzdem falsch ist. Mehr zu diesen Grenzen liest du in Kann ChatGPT Noten schreiben? und Kann Gemini Noten schreiben?.

Ein Assistent im Editor arbeitet direkt an den Noten. Die Änderung erscheint in der Notenansicht und in der Piano Roll, du hörst sie bei der Wiedergabe und kannst sie mit einem Schritt rückgängig machen. Allgemeine Chatbots sind weiterhin nützlich, wenn du dir Musiktheorie erklären oder einen Übeplan vorschlagen lassen willst. Um die Noten auf deiner Seite tatsächlich zu ändern, ist der Assistent im Editor das bessere Werkzeug.

So kannst du vorgehen

  1. Transkribier eine Aufnahme oder importier eine MIDI- oder MusicXML-Datei. So startest du mit Noten, die sich bearbeiten lassen, und nicht mit einem Bild davon.
  2. Vergleich die Noten mit der Aufnahme und schreib dir auf, was sich ändern muss.
  3. Bitte Annie um die Änderungen, die sich leicht beschreiben lassen, eine nach der anderen, und prüf jede davon.
  4. Die kleinen, genauen Details korrigierst du selbst.
  5. Exportier als PDF, MIDI oder MusicXML, sobald es richtig klingt. Willst du den Notensatz in einem anderen Programm fertig machen, erklärt unser Artikel MusicXML in MuseScore, Sibelius oder Finale öffnen, wie die Übergabe klappt.

Häufige Fragen

Kann KI Noten bearbeiten?

Ja. Ein KI-Assistent, der direkt in einem Noteneditor arbeitet, kann deine Noten ändern, wenn du in normalen Worten beschreibst, was du willst. In Songscription heißt dieser Assistent Annie, und du kannst ihn mit jedem angemeldeten Konto nutzen, auch mit einem kostenlosen. Du bittest zum Beispiel darum, eine falsche Note zu korrigieren oder Liedtext hinzuzufügen. Annie nimmt die Änderung in den Noten vor, du schaust sie dir an und machst sie rückgängig, falls sie nicht das ist, was du wolltest.

Ist Bearbeiten mit KI besser als Noten von Hand zu bearbeiten?

Keins von beiden ist grundsätzlich besser. Eine Änderung in Worten zu beschreiben ist praktisch, wenn sie sich leicht sagen, aber nur mühsam anklicken lässt, etwa beim Hinzufügen von Liedtext oder beim Verschieben einer Passage. Direkt im Editor bist du schneller und genauer, wenn du schon weißt, welche Note auf welcher Zählzeit sich ändern soll. Die meisten nutzen beides: Die groben Änderungen übernimmt der Assistent, kleine Details korrigieren sie selbst.

Kann ich eine Änderung der KI rückgängig machen?

Ja. Was Annie ändert, landet im selben Verlauf wie deine eigenen Änderungen. Passt etwas nicht, machst du es rückgängig und formulierst die Anfrage neu oder korrigierst die Stelle selbst. Endgültig ist nichts, bevor du exportierst. Du kannst also ruhig eine Anfrage ausprobieren, sie mit der Wiedergabe überprüfen und wieder zurücknehmen.

Kann ChatGPT meine Noten bearbeiten?

Nicht direkt. Ein allgemeiner Chatbot sieht die Noten in deinem Editor nicht und kann sie auch nicht ändern. Er liest nur Text, den du einfügst, und schreibt Text zurück. Du müsstest die Notation also herauskopieren, um Änderungen bitten, das Ergebnis wieder einfügen und dabei jede einzelne Note prüfen. Ein Assistent im Editor arbeitet direkt an den Noten, und die Änderung erscheint dort, wo du sie sehen, hören und rückgängig machen kannst.

Zum Ausprobieren öffnest du eine beliebige Transkription und bittest Annie um eine kleine Änderung. Den KI-Noteneditor ansehen.

Zur Person

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Geschrieben von

Songscription

Von Musiker:innen für Musiker:innen gemacht

Songscription macht aus jeder Aufnahme Noten, MIDI und Tabs. Dieser Beitrag kommt von den Musiker:innen und Entwickler:innen, die an den Tools arbeiten, die wir selbst gern gehabt hätten. Die Noten nehmen wir ernst, unsere Wortspiele noch ernster. Sollte eins davon schief klingen, entschuldigen wir uns schon mal im Voraus.

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