Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden Suno als Musiker:in nutzen.
Einen Song in Suno zu generieren ist leicht. Willst du ihn danach mischen, spielen oder verstehen, wie er gebaut ist, brauchst du die einzelnen Teile, und dafür gibt es Stems. Suno Studio kann einen Track inzwischen in einzelne Parts aufteilen und aus einem Stem sogar eine MIDI-Skizze erzeugen. Du bekommst dabei aber Audio oder eine grobe Skizze, keine lesbaren Noten. Wenn du den Song lesen oder spielen willst, machst du aus dem Track bearbeitbare Noten.
So bekommst du Stems in Suno Studio
Früher hat Suno dir einen fertigen Mix gegeben und sonst nichts. Das hat sich mit Suno Studio geändert, dem Multitrack-Editor von Suno, der in den kostenpflichtigen Tarifen einen Stem-Export mitbringt. Du kannst einen generierten Track in einzelne Parts wie Gesang, Drums und Bass aufteilen und sie als WAV-Dateien herunterladen, um sie in eine DAW wie Ableton, Logic oder FL Studio zu holen. Stems sind isoliertes Audio. Damit kannst du remixen, die Lautstärkeverhältnisse neu einstellen oder einen Part weiterverwenden, es bleiben aber Tonaufnahmen und keine aufgeschriebenen Noten. Wenn dir das Aufteilen eines Mixes neu ist, erklärt Was ist Stem-Separation?, wie das grundsätzlich funktioniert.
Sunos MIDI-Export und seine Grenzen
Im höheren Tarif kann Suno Studio aus einem Stem außerdem MIDI erzeugen. Es analysiert dafür einen Part und erstellt eine MIDI-Datei mit dessen Tönen. Praktisch ist das, wenn du eine Basslinie oder eine Melodie schnell in eine DAW holen willst. Allerdings geht das nur mit einem Stem auf einmal, und Suno selbst nennt das Ergebnis eine grobe Skizze und kein fertiges Arrangement. Timing und Akkorde musst du deshalb oft nachbessern, und genaue, lesbare Noten sind das noch lange nicht. Brauchst du Noten, die du jemandem zum Spielen geben oder ausdrucken kannst, ist die Transkription der richtige Weg. Dafür ist die MIDI-Skizze nicht gedacht.
Vom Suno-Song zu Noten
Für Noten aus einem Suno-Track exportierst du den Song als Audio und transkribierst die Aufnahme mit Songscription. Du bekommst bearbeitbare Noten und dazu MIDI. Ist ein Abschnitt sehr voll, exportierst du vorher den passenden Stem aus Suno Studio und transkribierst ihn einzeln, dann lässt er sich sauberer erfassen. Wie das Part für Part geht, zeigt auch Stems vor dem Transkribieren trennen. Den ganzen Weg vom generierten Track zu druckfertigen Noten beschreibt Aus einem Suno-Song Noten machen, und in Ich habe einen Song in Suno gemacht, und jetzt? geht es um alles, was nach dem Generieren kommt.
Stems oder Transkription?
Das hängt davon ab, was du vorhast. Geht es dir um Produktion, Remixe, neue Lautstärkeverhältnisse oder darum, Parts weiterzuverwenden, sind Stems das richtige Werkzeug, weil sie das eigentliche Audio sind. Willst du den Song spielen, verstehen, wie er gebaut ist, oder einen Part an Mitmusiker:innen weitergeben, brauchst du Noten, und dafür transkribierst du ihn. Viele nutzen beides: Stems für den Mix und eine Transkription fürs Notenpult.
In jedem Fall lohnt sich ein Blick darauf, was du mit dem Ergebnis machen darfst. Wem das Generierte gehört und ob du es kommerziell nutzen darfst, regeln Sunos eigene Nutzungsbedingungen. Lies sie, bevor du etwas veröffentlichst oder verkaufst.
Häufige Fragen
Kann ich Stems aus einem Suno-Song bekommen?
Ja. Suno Studio hat inzwischen einen Stem-Export. In den kostenpflichtigen Tarifen kannst du einen generierten Track in einzelne Parts wie Gesang, Drums und Bass aufteilen und sie als WAV-Dateien herunterladen, um sie in einer DAW zu verwenden. Stems sind isoliertes Audio und keine Notation. Du mischst und bearbeitest sie nach Gehör, Noten auf dem Papier bekommst du damit nicht. Wenn du die Musik lesen oder ausdrucken willst, transkribierst du stattdessen den Track.
Exportiert Suno MIDI?
Im höheren Tarif kann Suno Studio aus einem Stem MIDI erzeugen. Dafür analysiert es den Part und erstellt eine MIDI-Datei mit seinen Tönen. Das geht immer nur mit einem Stem auf einmal, und Suno selbst nennt das Ergebnis eine grobe Skizze und kein fertiges Arrangement. Timing und Akkorde musst du also unter Umständen nachbessern. Um einen Part schnell in eine DAW zu holen, ist das praktisch. Für genaue, gut lesbare Noten transkribierst du das Audio.
Wie mache ich aus einem Suno-Song Noten?
Exportier den Song aus Suno als Audio und transkribiere die Aufnahme mit Songscription. Dabei entstehen bearbeitbare Noten und MIDI. Ist ein Abschnitt sehr dicht, exportierst du vorher den passenden Stem aus Suno Studio und transkribierst ihn einzeln, dann wird das Ergebnis sauberer. So oder so hast du am Ende Noten, die du lesen, bearbeiten, transponieren und ausdrucken kannst. Das bekommst du weder mit den Stems noch mit Sunos MIDI-Skizze.
Brauche ich Stems oder eine Transkription?
Das hängt davon ab, was du vorhast. Willst du remixen oder Parts in eine Produktion einbauen, sind Stems das richtige Werkzeug, weil sie das eigentliche Audio sind. Willst du den Song selbst spielen, verstehen, wie er aufgebaut ist, oder einen Part an Mitmusiker:innen weitergeben, brauchst du Noten, und dafür transkribierst du ihn. Viele nutzen beides: Stems für die Produktion und eine Transkription fürs Notenpult.
Am schnellsten fängst du mit einem Track an, den du schon generiert hast. Exportier ihn aus Suno und transkribiere ihn mit Songscription in bearbeitbare Noten.
