AnleitungMIDIAndrew Carlins•6 Min. Lesezeit

Songscription mit Logic Pro und FL Studio nutzen

Songscription macht aus einer Aufnahme MIDI, MusicXML oder ein PDF. So kommt das Audio, mit dem du arbeiten willst, als bearbeitbare Noten in Logic Pro oder FL Studio an. Dafür wählst du den passenden Export und räumst das Ergebnis auf, bevor es in deiner DAW landet.

Songscription mit Logic Pro und FL Studio: MIDI, MusicXML oder PDF für saubere, bearbeitbare Noten wählen

Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden zum Umwandeln von Audio in MIDI.

Songscription macht aus einer Aufnahme MIDI, MusicXML oder ein PDF. Das Audio, mit dem du arbeiten willst, landet also als bearbeitbare Noten in Logic Pro oder FL Studio, und du musst es nicht erst heraushören. Von Hand sieht diese Arbeit so aus: Du lässt ein viertaktiges Sample im Loop laufen, suchst jeden Ton auf der Tastatur und baust eine Akkordfolge nach. Das kann einen ganzen Nachmittag kosten, bevor du auch nur einen eigenen Part geschrieben hast.

Logic Pro und FL Studio gehen unterschiedlich mit den Exportformaten um, und wie sauber die Transkription wird, entscheidest du zum großen Teil schon, bevor sie in deiner Session landet. Wenn Audio-zu-MIDI für dich neu ist, erklärt unser vollständiger Leitfaden zur Umwandlung von Audio in MIDI die Grundlagen.

Die drei Exportformate von Songscription

Songscription exportiert MIDI, MusicXML und PDF. Welches Format du nimmst, hängt davon ab, was du danach in deiner DAW vorhast.

MIDI ist das Arbeitspferd. Exportiere MIDI, wenn du die Noten in der Piano Roll von Logic Pro oder FL Studio bearbeiten willst. Du ziehst die Datei auf eine Software-Instrument-Spur, tauschst den Sound und änderst Tonhöhe, Timing oder Anschlagstärke direkt.

MusicXML enthält die vollständigen Notationsdaten, also Tonarten, Taktarten und rhythmische Details. Du brauchst es, wenn du in Logic Pro mit Notation arbeitest, denn der Notationseditor liest MusicXML und setzt daraus gut lesbare Noten. FL Studio unterstützt MusicXML nicht nativ, dort lässt du das Format also weg.

PDF ist deine Referenzkopie. Ein PDF brauchst du, wenn du die Stimme am Bildschirm lesen, ausdrucken oder jemandem schicken willst, der nicht in deiner Session arbeitet.

Bei den meisten Produktionsaufgaben ist MIDI die richtige Wahl.

Songscription und Logic Pro

Logic Pro ist die Musikproduktionssoftware von Apple für den Mac. Songwriter:innen und Producer:innen nehmen damit auf, arrangieren und mischen. Die meisten Sessions beginnen mit einem leeren Projekt, und für viele ist genau das der schwierigste Moment. Du weißt, was du machen willst, aber bis die erste Idee steht, dauert es länger als nötig.

Es hilft, schon etwas mitzubringen, bevor du anfängst. Eine Gitarrenlinie, die du ins Handy gesummt hast. Eine Klavieridee aus einer Sprachnotiz, aus der nie etwas geworden ist. Songscription kann aus diesem Audio Noten machen, die Logic versteht. Die Session beginnt dann mit etwas, das schon auf dem Blatt steht, und nicht mit einem blinkenden Cursor.

Auch wenn du mit anderen Musiker:innen arbeitest, hilft das. Oft wird ein Song in Logic fertig gemacht, und spätestens dann kommen meist andere Leute dazu. Songscription kann eine Transkription als gut lesbare Noten exportieren. Musst du eine Stimme weitergeben, bekommt die andere Person also etwas, das sie wirklich lesen kann, und keine Datei, die sie erst deuten muss.

Songscription und FL Studio

FL Studio ist eine Produktionsumgebung, mit der viele Beats, elektronische Musik und Pop machen. Die Software ist darauf ausgelegt, Stücke aus kleinen Teilen aufzubauen, aus Loops, Layern und Patterns, die sich zu einem ganzen Track stapeln. Die meisten, die damit produzieren, sind es gewohnt, Dinge auseinanderzunehmen und anders wieder zusammenzusetzen.

Wenn es hakt, dann meistens früher, bevor das alles losgeht. Du hörst etwas, mit dem du arbeiten willst, und verbringst den ersten Teil der Session damit herauszufinden, welche Töne darin stecken. Diesen Teil übernimmt Songscription. Du lädst das Audio hoch, bekommst die Noten zurück und öffnest FL Studio schon mit dem Wissen, woraus du baust. Wo Songscription neben anderen Tools seinen Platz hat, zeigt unser Leitfaden zu KI-Musiktools für Producer:innen.

Aus einer Sprachnotiz, die du um 2 Uhr nachts aufgenommen hast, kann bis zum Ende der Woche eine komplette Produktion werden. Eine Melodie, die du ständig in Dauerschleife hörst, kann der Ausgangspunkt für etwas ganz Eigenes werden. Die Zeit, die sonst fürs Heraushören draufging, fließt dann ins Musikmachen.

Wenn du mit beiden arbeitest

Nicht alle arbeiten nur an einem Ort. Manche skizzieren in FL Studio und wechseln zu Logic, sobald ein Song Live-Musiker:innen oder gedruckte Stimmen braucht. Andere machen es umgekehrt oder springen je nach Projekt zwischen beiden hin und her. Dieses Hin und Her hat früher auf Dateiebene gehakt. Formate passten nicht, Informationen fehlten, und es brauchte zusätzliche Schritte, nur um etwas von einer Umgebung in die andere zu bringen.

Songscription umgeht das meiste davon. Weil es sowohl MIDI als auch MusicXML exportiert, liegt die Transkription schon in einem passenden Format vor, egal wo das Projekt am Ende landet. Du musst dich nicht vorher festlegen. Eine Sprachnotiz wird zu brauchbarem Material, ob die Session nun in Logic oder in FL Studio läuft, und entscheiden kannst du später, wenn du weißt, wohin sich der Song entwickelt.

Saubere Ergebnisse vor dem Export

Was bei der Transkription mit Songscription herauskommt, hängt zum großen Teil davon ab, was du hineingibst. Ein paar kleine Gewohnheiten machen oft einen deutlichen Unterschied. Mehr zum ganzen Ablauf steht in unserem Leitfaden zu genauen KI-Transkriptionen.

Trenn die Spur heraus, die du brauchst

Songscription kommt gut mit polyphonem Material zurecht. Ein Klavier-Stem wird trotzdem besser transkribiert als ein kompletter Mix, in dem das Klavier untergeht. Arbeitest du mit einer fertigen Aufnahme, lass den Track zuerst durch einen Stem-Splitter laufen und lade dann nur den Klavier- oder Gitarren-Stem hoch. Die Notenerkennung wird deutlich sauberer, wenn sie nicht gegen Kickdrum und Hall auf dem Gesang ankommen muss.

Nimm die sauberste Quelle, die du hast

Eine WAV-Datei aus einer Studiosession liefert ein besseres Ergebnis als ein komprimiertes MP3 derselben Aufnahme. Hintergrundgeräusche, niedrige Bitraten und Raumreflexionen erzeugen Artefakte, mit denen das Modell zurechtkommen muss. Wenn du zwischen mehreren Quelldateien wählen kannst, nimm die, die am wenigsten bearbeitet wurde.

Prüf das Ergebnis im Editor von Songscription, bevor du exportierst

In der Piano Roll von Songscription kannst du durch das Ergebnis scrubben und es dabei mit dem Originalaudio vergleichen. So findest du offensichtliche Fehler, bevor die MIDI-Datei überhaupt in deiner DAW landet. Eine falsche Oktave korrigierst du in Songscription schneller, als wenn du sie hinterher in Logic oder FL Studio suchen musst.

Zum Schluss

Die meisten Producer:innen denken erst an Transkription, wenn sie sie brauchen, und dann ist schon eine Stunde weg. Besser ist es, mit der Transkription anzufangen. Wenn du Audio hast, mit dem du arbeiten willst, lass es durch Songscription laufen, bevor du deine DAW öffnest. Du gehst dann mit etwas Konkretem in die Session, das schon auf dem Blatt steht, und musst Töne nicht nach Gehör suchen.

Arbeitest du in Logic und kommen im Projekt irgendwann Notation oder andere Musiker:innen dazu, spart dir der MusicXML-Export viele Umwege. Bist du in FL Studio und brauchst einfach nur die Noten, um loszulegen, bringt dich MIDI ohne zusätzliche Schritte dahin. Die kreativen Entscheidungen triffst du so oder so selbst. Wie es weitergeht, sobald die MIDI-Datei fertig ist, erklärt unser Leitfaden zum Umwandeln von MIDI in Noten.

Häufige Fragen

Welches Exportformat von Songscription nehme ich für Logic Pro oder FL Studio?

Für die meisten Produktionsaufgaben ist MIDI die richtige Wahl. Exportiere MIDI, wenn du die Noten in der Piano Roll von Logic Pro oder FL Studio bearbeiten willst. Dort kannst du den Sound tauschen und Tonhöhe, Timing oder Anschlagstärke anpassen. MusicXML enthält die vollständigen Notationsdaten für den Notationseditor von Logic Pro, und das PDF ist deine Referenzkopie zum Lesen, Ausdrucken oder Weitergeben.

Unterstützt FL Studio MusicXML aus Songscription?

Nein, FL Studio unterstützt MusicXML nicht nativ. Lass das Format dort weg und exportiere stattdessen MIDI. MusicXML lohnt sich, wenn du in Logic Pro mit Notation arbeitest, denn der Notationseditor liest die Datei und setzt daraus gut lesbare Noten. Weil Songscription sowohl MIDI als auch MusicXML exportiert, passt die Transkription, egal wo das Projekt am Ende landet.

Wie bekomme ich eine saubere Transkription, bevor ich sie in meine DAW importiere?

Wie gut die Transkription wird, hängt zum großen Teil davon ab, was du hochlädst. Trenn die Spur, die du brauchst, vorher heraus. Lass dazu eine fertige Aufnahme durch einen Stem-Splitter laufen und lade nur den Klavier- oder Gitarren-Stem hoch. Auch die Quelle macht einen Unterschied. Eine WAV-Datei aus einer Studiosession liefert mehr als ein komprimiertes MP3. Danach gehst du das Ergebnis in der Piano Roll von Songscription durch und korrigierst offensichtliche Fehler, bevor die MIDI-Datei überhaupt in deiner DAW landet.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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