Dieser Artikel gehört zu unserem Leitfaden Audio in MIDI umwandeln.
Viele erwarten, dass MP3 zu MIDI genauso funktioniert wie MP3 zu WAV: Format wählen, auf Konvertieren klicken, fertig. So läuft es aber nicht, und der Grund dafür zeigt dir ziemlich genau, was du vom Ergebnis erwarten kannst. Eine MP3 enthält aufgenommenen Klang. MIDI enthält Anweisungen dazu, welche Noten gespielt werden. In einer MP3 stecken keine Noteninformationen, die man einfach rüberkopieren könnte. An MIDI kommst du nur, wenn die Noten aus dem Audio erkannt werden, und das ist Transkription. Deshalb funktioniert das mit manchen Aufnahmen viel besser als mit anderen.
Warum das keine Dateikonvertierung ist
Eine MP3 speichert eine Wellenform, also den Klang selbst, und nichts darüber, welche Noten ihn erzeugt haben. Bei MIDI ist es genau umgekehrt. Gespeichert werden die Noten, ihr Timing und wie stark jede angeschlagen wurde, aber kein eigener Klang. Die beiden Formate haben nichts gemeinsam, also gibt es auch nichts, was sich vom einen ins andere umschreiben ließe. Ein Tool muss sich das Audio anhören, die Noten erkennen und sie dann als MIDI ausgeben. Diese Erkennung ist die ganze Arbeit. Deshalb hängt das Ergebnis von der Aufnahme ab und ist nicht jedes Mal exakt. Ist dir der Unterschied zwischen den Formaten noch nicht ganz klar, erklärt ihn der Artikel Was ist MIDI? ohne Umwege.
So wandelst du eine MP3 in MIDI um
Lade die MP3 bei Songscription hoch. Die Aufnahme wird transkribiert, und danach exportierst du MIDI, das du in jeder DAW öffnen kannst. Aus derselben Transkription bekommst du außerdem lesbare Noten. Wolltest du eigentlich Noten haben, bist du also nicht auf MIDI festgelegt. Weitere Quellen und Optionen findest du im Leitfaden zu Audio in MIDI. Hast du statt einer Datei ein Video und darfst dessen Audio verwenden, zeigt dir YouTube-Video in MIDI umwandeln den Weg.
Was sich gut umwandeln lässt und was nicht
Je sauberer und einfacher das Audio ist, desto besser wird das MIDI. Am genauesten klappt es mit einer einzelnen, klaren Linie, etwa einer Solomelodie, einer Basslinie oder einem einstimmigen Instrument. Dann muss immer nur ein Ton auf einmal erkannt werden. Schwierig wird es bei einem dichten Gesamtmix, in dem viele Instrumente gleichzeitig klingen. Der Artikel Einstimmig oder mehrstimmig transkribieren dreht sich um den Unterschied zwischen diesen beiden Fällen. Bei einem vollen Arrangement bekommst du ein saubereres Ergebnis, wenn du zuerst die Spuren trennst und dann eine Spur nach der anderen umwandelst, statt ein Tool das ganze Arrangement auf einmal entwirren zu lassen.
Was du mit dem MIDI machen kannst
MIDI besteht aus bearbeitbaren Notendaten, und deshalb ist es so nützlich. Zieh die Datei in deine DAW, um das Instrument zu tauschen, eine Note zu korrigieren oder den Part mit deinen eigenen Sounds neu aufzubauen. Du kannst sie auch in einem Notenprogramm öffnen und Noten daraus machen. Wie das geht, steht in Aus MIDI Noten machen. Geht es dir vor allem um die Noten, sparst du dir den Umweg und exportierst MusicXML oder ein PDF direkt aus der Transkription. Ob MIDI, MusicXML oder PDF am besten zu deinem Ziel passt, klärt der Leitfaden zu Musikdateiformaten. Dort siehst du, was in jedem Format steckt.
Häufige Fragen
Kann ich eine MP3 in MIDI umwandeln?
Ja, aber nicht als einfache Dateikonvertierung wie von MP3 zu WAV. Eine MP3 ist aufgenommener Klang, MIDI besteht aus Anweisungen für Noten. Um vom einen zum anderen zu kommen, muss man herausfinden, welche Noten gespielt werden, und das ist Transkription. Ein Tool hört sich das Audio an und schreibt die Noten als MIDI auf. Wenn du eine MP3 bei Songscription hochlädst, wird die Aufnahme in MIDI transkribiert, das du in jeder DAW öffnen kannst.
Warum ist MP3 zu MIDI keine normale Dateikonvertierung?
Weil die beiden Formate völlig verschiedene Dinge enthalten. Eine MP3 speichert eine Wellenform, also den eigentlichen Klang, und keine Information darüber, welche Noten gespielt wurden. MIDI speichert die Noten selbst, also Tonhöhe, Timing und Anschlagstärke, hat aber keinen eigenen Klang. Es gibt nichts, was sich einfach vom einen ins andere umschreiben ließe. Das Audio muss analysiert und die Noten müssen erkannt werden. Genau diese Erkennung steckt hinter jedem echten MP3-zu-MIDI-Tool.
Funktioniert MP3 zu MIDI bei ganzen Songs oder nur bei einzelnen Instrumenten?
Am genauesten wird eine einzelne, klare Linie wie eine Solomelodie oder ein Bass, weil immer nur ein Ton auf einmal erkannt werden muss. Ein kompletter Mix ist schwieriger, weil sich viele Instrumente überlagern. Je sauberer die Quelle ist, desto besser wird das Ergebnis. Bei einem vollen Song kommst du weiter, wenn du zuerst die Spuren trennst und dann eine nach der anderen umwandelst, statt ein Tool das ganze Arrangement auf einmal entwirren zu lassen.
Was kann ich mit der MIDI-Datei machen, wenn ich sie habe?
Öffne sie in einer DAW, um das Instrument zu wechseln, Noten zu bearbeiten oder den Part mit deinen eigenen Sounds neu aufzubauen. In einem Notenprogramm machst du daraus lesbare Noten. MIDI enthält bearbeitbare Notendaten und ist damit der Ausgangspunkt für Produktion und Notation. Geht es dir mehr um die Noten als um die DAW, kannst du mit Songscription aus derselben Transkription auch MusicXML oder deine Noten als PDF exportieren.
Am schnellsten geht es, wenn du direkt mit der MP3 anfängst, deren Noten du haben willst. Lade sie bei Songscription hoch und exportiere MIDI, das du in deiner DAW öffnen kannst.
