Cello gibt es in Songscription noch nicht als eigenes Instrument für die Transkription. Im Moment kommst du deshalb am besten über ein unterstütztes Streichinstrument zur Cellostimme, und zwar über die Geige: Du setzt die Musik für Geige um und transponierst sie danach in den Tonumfang des Cellos. Du bekommst also bearbeitbare Geigennoten, verschiebst sie um eine oder zwei Oktaven nach unten, bis sie dort liegen, wo ein Cello spielt, schreibst sie in den Bass- oder Tenorschlüssel um und passt alles an, was nicht gut in der Hand liegt. Das ist ein Schritt mehr. Dafür wird aus einer Aufnahme, für die es keine direkte Cello-Transkription gibt, eine lesbare Cellostimme.
So kommst du heute zu einer Cellostimme
Cello gehört noch nicht zu den Instrumenten, die Songscription direkt transkribiert. Bei den Streichinstrumenten kann es aber Geige, und genau da setzt du an. Nimm eine Aufnahme der Linie, die du haben willst, lade sie bei Songscription hoch und geh so vor, wie es im Artikel Audio in Noten für Geige beschrieben ist. Dann hast du bearbeitbare Geigennoten und eine MIDI-Datei mit genauen Tonhöhen und Rhythmen. Die Cellostimme ist danach eine Bearbeitung dieser Noten und keine eigene Transkription.
Welche Instrumente im Moment unterstützt werden, steht im ausführlicheren Leitfaden zur Instrumententranskription. Dort siehst du auch, wo Cello gerade steht, und kannst das nächstliegende unterstützte Instrument als Ausgangspunkt wählen. Für eine Melodielinie ist das fast immer die Geige.
Eine Geigenstimme in den Tonumfang des Cellos transponieren
Geige und Cello sind beide klingend notiert. Wenn du eine Linie vom einen aufs andere Instrument bringst, bleibt die Tonart also dieselbe. Du verschiebst vor allem um Oktaven und nimmst einen anderen Schlüssel. Die tiefste Saite der Geige liegt eine Oktave und eine Quinte über der tiefsten Saite des Cellos. Meistens transponierst du die Geigenstimme deshalb eine oder zwei Oktaven nach unten, bis sie im Tonumfang des Cellos liegt, und schreibst sie dann im Bassschlüssel. Wie das in einem Notenprogramm geht, zeigt unser Artikel über kostenlose Tools zum Transponieren: Du wählst die Stimme aus, verschiebst sie um Oktaven und lässt das Programm die Schreibweise der Töne anpassen.
Nach dem Verschieben prüfst du zwei Dinge. Erstens, ob wirklich jeder Ton in den Tonumfang des Cellos passt. Eine hohe Geigenstelle kann auch eine Oktave tiefer noch zu hoch liegen und muss dann eine weitere Oktave runter. Zweitens, ob sich das Ergebnis spielen lässt. Eine Linie, die auf der Geige gut liegt, kann Sprünge oder Saitenwechsel enthalten, die auf dem größeren Instrument unbequem sind. Sieh die transponierte Stimme deshalb als Entwurf, den du fürs Cello überarbeitest, und noch nicht als fertige Stimme.
Was Cellonoten brauchen
In Cellostimmen wechselt der Schlüssel mit der Lage. Der Bassschlüssel deckt den größten Teil des Tonumfangs ab, bei höheren Stellen kommt der Tenorschlüssel, damit die Notenzeile nicht in Hilfslinien untergeht, und ganz oben der Violinschlüssel. Eine von der Geige übernommene Stimme landet größtenteils im Bassschlüssel. Wo du die Schlüssel wechselst, entscheidet zu einem guten Teil darüber, wie gut sie sich lesen lässt. Meist spielt das Cello außerdem nur eine Linie auf einmal. Das macht die Sache einfacher. Die Ausnahme sind Doppelgriffe, bei denen der Bogen zwei Saiten gleichzeitig zum Klingen bringt. Die solltest du dir beim Bearbeiten genauer ansehen.
Mit einer sauberen Aufnahme anfangen
Weil alles mit einer Transkription beginnt, hängt das Ergebnis zum größten Teil von der Aufnahme ab. Eine Solostimme oder eine gut hörbare Linie lässt sich sauber transkribieren. Steckt die Linie in einem dichten Ensemble, wird es schwieriger, weil andere Instrumente im selben Tonbereich spielen. Wenn sich die gewünschte Stimme gegen einen vollen Mix durchsetzen muss, bringt es am meisten, vor dem Transkribieren die Spuren zu trennen. Warum du besser eine Stimme nach der anderen transkribierst, statt das Tool auf den ganzen Mix loszulassen, erklärt der Leitfaden zur Transkription mehrerer Instrumente. Nimm außerdem das beste Dateiformat, das du hast. Welche Formate das sind, steht im Beitrag über die besten Audioformate für die Transkription.
Zum Schluss
Cello steht auf der Liste der Instrumente, die wir gern direkt unterstützen würden. Bis es so weit ist, ist der Weg über Geige und Transponieren für eine einzelne Melodielinie ein Ersatz, mit dem sich wirklich arbeiten lässt. Du nutzt, was das Tool gut kann, nämlich genaue Tonhöhen und Rhythmen aus einer Aufnahme zu holen, und kümmerst dich selbst um Oktaven und Schlüssel. In jedem Notenprogramm geht das schnell.
Am Anfang steht die sauberste Aufnahme, die du kriegen kannst. Du transkribierst sie für Geige, verschiebst sie in den Tonumfang des Cellos und steckst deine Zeit in die Entscheidungen, die dir keine Transposition abnimmt: die Schlüsselwechsel und die Spielbarkeit. Das sind ein paar Schritte statt einem. Dafür wird aus einer Aufnahme ohne direkte Cello-Transkription eine Stimme, die Cellist:innen wirklich lesen können.
Häufige Fragen
Kann Songscription Cello transkribieren?
Als eigenes Instrument noch nicht. Bei den Streichinstrumenten deckt Songscription die Geige ab. Am praktischsten kommst du im Moment also zur Cellostimme, wenn du die Musik für Geige umsetzt, sie dann nach unten in den Tonumfang des Cellos transponierst und dabei in den Bass- oder Tenorschlüssel wechselst. Hast du eine Cello-Aufnahme, erfasst die Tonhöhenerkennung trotzdem die Töne. Einen eigenen Cello-Modus gibt es aber nicht, also rechne damit, Oktavlage, Schlüssel und Tonumfang selbst anzupassen.
Wie mache ich aus einer Geigenstimme eine Cellostimme?
Transponiere sie nach unten in den Tonumfang des Cellos, meist eine oder zwei Oktaven tiefer, und schreib sie im Bassschlüssel. Für hohe Stellen wechselst du in den Tenor- oder Violinschlüssel. Geige und Cello sind beide klingend notiert. Du verschiebst also vor allem um Oktaven und wechselst den Schlüssel, die Tonart bleibt dieselbe. Prüf danach, ob alle Töne im Tonumfang des Cellos liegen und sich bequem greifen lassen.
In welchem Schlüssel werden Cellonoten geschrieben?
Cellonoten stehen hauptsächlich im Bassschlüssel. Bei höheren Stellen wechselt die Stimme in den Tenorschlüssel, damit sich keine Hilfslinien stapeln, und im höchsten Register in den Violinschlüssel. Wenn du eine Geigenstimme umarbeitest, landet das meiste im Bassschlüssel. Zum Aufräumen gehört dann, zu entscheiden, wo ein Schlüsselwechsel die Linie leichter lesbar macht.
