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Was sind Tempo und BPM?

Tempo sagt, wie schnell ein Stück läuft, und BPM ist die Zahl, mit der man es misst. Hier liest du, was Schläge pro Minute bedeuten, wie das Tempo in den Noten steht und wie du die BPM-Zahl eines Songs herausfindest.

Tempo und BPM: eine Metronomangabe in den Noten, die Schläge pro Minute angibt

Tempo ist die Geschwindigkeit, mit der ein Musikstück läuft. BPM, kurz für „beats per minute“, also Schläge pro Minute, ist die Zahl, mit der wir das Tempo messen. 120 BPM heißt 120 Schläge in der Minute, also alle halbe Sekunde einer. Eine höhere BPM-Zahl bedeutet ein schnelleres Tempo, eine niedrigere ein langsameres.

Was BPM bedeutet

BPM zählt, wie viele Schläge in eine Minute fallen. Ein Schlag ist dabei der gleichmäßige Puls, zu dem du mit dem Fuß mitwippst. Wenn du bei einem Song ganz nebenbei mitklatschst, markierst du seine Zählzeiten, und BPM sagt nur, wie schnell diese Schläge aufeinanderfolgen. Bei 60 BPM kommt jede Sekunde ein Schlag, bei 120 BPM sind es zwei pro Sekunde. Höhere Zahlen fühlen sich schneller an, weil in dieselbe Minute mehr Schläge passen.

In der Praxis bewegt sich das Tempo in ziemlich vorhersehbaren Bereichen. Eine langsame Ballade liegt meist bei etwa 60 bis 70 BPM, die meisten Popsongs zwischen 100 und 130, Dance-Tracks oft bei 120 bis 130, und schneller Punk oder Hardcore geht auch mal über 180. Mit der Zahl kannst du eine Geschwindigkeit genau beschreiben, und alle verstehen dasselbe darunter. Wörter wie „langsam“ oder „flott“ deuten dagegen nur eine Richtung an.

Wie das Tempo in den Noten steht

In den Noten steht das Tempo auf zwei Arten: als genaue Metronomangabe oder als italienisches Wort. Eine Metronomangabe verbindet einen Notenwert mit einer Zahl, zum Beispiel Viertel = 120. Das heißt, die Zählzeit kommt 120-mal pro Minute. An diese Anweisung kann sich ein Metronom oder eine Software auf den Klick genau halten. Welcher Notenwert die Zählzeit trägt, hängt von der Taktart ab. Dieselbe Zahl kann also etwas anderes bedeuten, je nachdem, ob die Viertel oder die punktierte Viertel den Puls bildet. Wie die Zählzeiteinheit festgelegt wird, erklärt unser Artikel Was ist eine Taktart?.

Die ältere und weniger genaue Methode ist ein italienisches Wort über dem ersten Takt. Es beschreibt eher einen Charakter als eine feste Zahl. Das sind die gängigen Bezeichnungen, von langsam nach schnell, mit ihren ungefähren BPM-Bereichen:

  • Largo. Sehr langsam und breit, etwa 40 bis 60 BPM.
  • Adagio. Langsam und getragen, etwa 60 bis 76 BPM.
  • Andante. Im Schritttempo, etwa 76 bis 108 BPM.
  • Moderato. Mäßig, etwa 108 bis 120 BPM.
  • Allegro. Schnell und munter, etwa 120 bis 156 BPM.
  • Presto. Sehr schnell, etwa 168 bis 200 BPM.

Diese Bereiche überschneiden sich und sind nicht streng festgelegt. Genau deshalb schreiben Komponist:innen eine Metronomangabe dazu, wenn sie ein bestimmtes Tempo wollen. In vielen Noten steht beides, das italienische Wort für den Charakter und die Metronomzahl für die Genauigkeit.

Tempo, Taktart und Rhythmus

Tempo, Taktart und Rhythmus sind drei verschiedene Dinge, die leicht durcheinandergeraten. Das Tempo ist die Geschwindigkeit der Zählzeiten und wird in BPM gemessen. Die Taktart legt fest, wie diese Zählzeiten zu Takten zusammengefasst werden, zum Beispiel vier Zählzeiten pro Takt. Der Rhythmus ist das Muster aus Notenwerten, das sich in diesem Rahmen abspielt.

Die drei hängen nicht voneinander ab. Du kannst Taktart und Rhythmus beibehalten und trotzdem das Tempo anziehen oder zurücknehmen, und du kannst den Rhythmus ändern, ohne das Tempo überhaupt anzufassen. Ein Song mit 90 BPM und vier Zählzeiten pro Takt kann einen dichten, synkopierten Rhythmus haben oder einen ganz schlichten, und die Tempozahl verrät darüber nichts. Wie Notenwerte funktionieren, liest du in Notenwerte und Rhythmus.

So findest du die BPM-Zahl eines Songs

Von Hand geht es am schnellsten so: Klopf im Puls mit, zähl 15 Sekunden lang deine Schläge und nimm die Zahl mal vier. Dann hast du den Wert für eine ganze Minute. Klopfst du in 15 Sekunden 30-mal, liegt der Song bei etwa 120 BPM. Noch schneller geht es auf zwei andere Arten:

  • Ein Tap-Tempo-Tool. Du tippst im Puls der Musik auf eine Taste oder einen Button, und das Tool bildet aus deinen Schlägen einen Mittelwert in BPM. Das ist gleichmäßiger als Zählen von Hand.
  • Automatische Erkennung. Eine Software analysiert das Audio und zeigt dir das Tempo an, ganz ohne Klopfen.

Wenn der Puls nicht eindeutig ist, landet so eine Erkennung manchmal beim doppelten oder halben Tempo. Prüf die Zahl deshalb daran, wie sich der Song wirklich anfühlt. Die ganze Methode, bei der du gleich auch die Tonart bestimmst, findest du in So findest du Tonart und BPM eines Songs. Wenn du beim Notenlesen noch nicht so sicher bist, fang mit Noten lesen lernen an. Kurze Erklärungen zu weiteren Begriffen findest du im Glossar der Notenschrift.

Häufige Fragen

Was ist Tempo in der Musik?

Tempo ist die Geschwindigkeit, mit der ein Musikstück läuft, also wie schnell sein Grundpuls ist. Am Tempo liegt es, ob sich eine Version wie eine langsame Ballade anfühlt oder wie ein schneller Dance-Track. Gemessen wird es in Schlägen pro Minute. Ein Stück kann durchgehend im selben Tempo bleiben oder zwischen einzelnen Abschnitten wechseln.

Was bedeutet BPM?

BPM steht für „beats per minute“, auf Deutsch Schläge pro Minute, und ist die Zahl, mit der man das Tempo misst. Gezählt wird, wie viele Schläge in eine Minute fallen. Bei 120 BPM sind es also 120 Schläge in der Minute, alle halbe Sekunde einer. Je höher die BPM-Zahl, desto schneller das Tempo, und je niedriger, desto langsamer.

Was ist eine Metronomangabe?

Eine Metronomangabe legt ein genaues Tempo fest, indem sie einen Notenwert mit einer Zahl verbindet, zum Beispiel Viertel = 120. Das heißt, die Viertelnote ist die Zählzeit und kommt 120-mal pro Minute. Damit ist die Metronomangabe genauer als ein italienisches Wort wie Allegro, das nur einen ungefähren Bereich angibt.

Wie findest du die BPM-Zahl eines Songs?

Klopf im gleichmäßigen Puls mit, zähl 15 Sekunden lang, wie oft du klopfst, und nimm das Ergebnis mal vier. Dann hast du die Schläge pro Minute. Du kannst auch ein Tap-Tempo-Tool benutzen. Dort tippst du im Puls der Musik auf eine Taste, und das Tool zeigt dir die BPM-Zahl an. Oder du lässt eine Software das Tempo automatisch aus dem Audio erkennen.

Wenn du das Tempo lieber gar nicht selbst ermitteln willst, erkennt Songscription es direkt aus deiner Aufnahme und schreibt die Tempoangabe in die Noten. Die BPM-Zahl steht dann schon fest, bevor du den ersten Ton spielst.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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