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So nutzt du KI-Musiktranskription mit deinem Notationsprogramm

Ein Notationsprogramm ist zum Bearbeiten und Setzen von Noten gemacht. Herausfinden, was in einer Aufnahme steckt, kann es nicht, und genau da setzt KI-Transkription an. Hier liest du, welches Format du exportierst und wie du es in Sibelius, Dorico oder Finale öffnest.

KI-Musiktranskription im Notationsprogramm: MusicXML oder MIDI exportieren und in Sibelius, Finale und Dorico öffnen

Teil unseres Ratgebers zu den besten Tools für Musiktranskription.

Ein Notationsprogramm ist dafür gemacht, Noten zu bearbeiten, zu setzen und zu drucken. Herausfinden, was in einer Aufnahme steckt, kann es nicht. Dafür gibt es KI-Transkription. Songscription hört sich deine Aufnahme an und erstellt eine Datei, die dein Notationsprogramm direkt öffnet. Statt alles nach Gehör zu transkribieren, fängst du also mit einem brauchbaren Entwurf an und bearbeitest ihn von dort aus weiter.

Dafür musst du zwei Dinge wissen: welches Exportformat du wählst und wie du die Datei in Sibelius, Dorico oder Finale öffnest.

Welches Format solltest du exportieren, MusicXML oder MIDI?

Für Notationsprogramme sind zwei Exportformate von Songscription wichtig, MusicXML und MIDI. Die beiden speichern unterschiedliche Informationen, und davon hängt ab, wie viel du hinterher im Notationsprogramm aufräumen musst.

MusicXML ist ein strukturiertes Notationsformat und enthält das ganze Notenbild, auch wie die Noten gruppiert, bezeichnet und auf der Seite angeordnet sind. MIDI hält fest, was gespielt wird. Die Datei weiß, welche Töne wann erklingen, bringt aber kaum verlässliche Notationsstruktur mit. Wie gut lesbar das Ergebnis im Notationsprogramm ist, hängt deshalb stark davon ab, wie die Datei entstanden ist.

Nach einem MIDI-Import verbringst du meist einige Zeit damit, das Ergebnis so aufzuräumen, dass es sich wie Noten liest. Was dabei alles anfällt, beschreibt unser Ratgeber MIDI in Noten umwandeln. Für die meisten Notationsarbeiten fängst du mit MusicXML leichter an. Wann MIDI doch sinnvoller ist, erklärt unser Ratgeber zu Exportformaten für Musik.

So exportierst du aus Songscription

Lade deine Aufnahme in Songscription hoch und lass die Transkription laufen. Songscription kommt mit MP3, WAV und anderen gängigen Audioformaten zurecht, und die Transkription ist meist schnell fertig. Sieh dir das Ergebnis dann im Editor auf dem Bildschirm an, bevor du exportierst. Einen Fehler bemerkst du dort in ein paar Sekunden. Taucht er erst später im Notationsprogramm auf, musst du ihn in fertig gesetzten Noten suchen. Du musst dabei nicht jede Note prüfen, es reicht, kurz nach offensichtlichen Fehlern zu schauen. Wie du schon vorher ein möglichst sauberes Ergebnis bekommst, steht in unserem Ratgeber für genaue KI-Musiktranskriptionen. Danach exportierst du als MusicXML.

Songscription mit Sibelius nutzen

Sibelius ist ein weit verbreitetes professionelles Notationsprogramm. Wenn du ohnehin in Sibelius arbeitest, übernimmt Songscription den Anfang. Du lädst eine Aufnahme hoch, bekommst eine MusicXML-Datei zurück und öffnest sie wie jede andere Notendatei.

Bei älteren Sibelius-Versionen mit Dauerlizenz kann beim Import neuerer MusicXML-Dateien eine Versionswarnung erscheinen, und wie originalgetreu der Import ausfällt, hängt von deiner Version ab. Meist werden die Noten trotzdem importiert, wenn du nach der Warnung einfach fortfährst. Mit einem aktuellen Sibelius-Abo passiert das deutlich seltener.

Songscription mit Finale nutzen

Finale war lange eines der wichtigsten professionellen Notationsprogramme und wurde in der Filmmusik, im Unterricht und in Verlagen viel genutzt. MakeMusic hat es 2024 eingestellt, seitdem wird es weder verkauft noch aktualisiert. Bestehende Installationen laufen aber weiter, und der MusicXML-Export von Songscription lässt sich dort in den meisten Fällen ohne Probleme importieren.

Viele haben in Finale über Jahre Vorlagen und eigene Bibliotheken aufgebaut und haben die Handgriffe im Blut. Nur weil es nicht mehr verkauft wird, musst du es nicht aufgeben. Für alle, die neu anfangen, verweist MakeMusic inzwischen auf Dorico, das MusicXML sauber importiert.

Songscription mit Dorico nutzen

Dorico gehört derzeit zu den professionellen Notationsprogrammen, die am aktivsten weiterentwickelt werden, und importiert MusicXML sauber. Suchst du dir zum ersten Mal ein Notationsprogramm aus, schau es dir ruhig an. Wenn du noch vergleichst, findest du in unserem Ratgeber zu kostenloser Notationssoftware einen breiteren Überblick.

Dorico behandelt die importierte Datei als musikalische Information und überlässt den Rest seiner eigenen Layout-Engine. Das Ergebnis wird dadurch oft sauberer, als wenn jedes Formatierungsdetail aus dem ursprünglichen Export übernommen würde. Stell dich also darauf ein, dass deine Noten etwas anders aussehen können als in anderen Programmen.

Fazit

Mit KI-Transkription ändert sich beim Arbeiten mit Noten vor allem, wo die Arbeit anfängt. Statt die erste Zeit einer Session damit zu verbringen, herauszuhören, was in einer Aufnahme steckt, öffnest du dein Programm und hast schon etwas auf der Seite. Bei der Notationsarbeit geht ja viel Zeit genau zwischen dem Moment verloren, in dem du die Aufnahme hast, und dem, in dem du etwas vor dir hast, mit dem du wirklich arbeiten kannst.

Es ändert sich auch, welche Projekte sich lohnen. Eine Aufnahme, die du schon lange transkribieren wolltest, ein Referenztrack, den du dir genauer anschauen willst, eine Melodie, die du ins Handy gesummt hast: Aus all dem kann ein Anfang werden, statt dass du es immer weiter aufschiebst. Wie das genau abläuft, zeigt unser Ratgeber von MP3 zu Noten.

Die Transkription wird nicht immer fehlerfrei sein, etwas Nacharbeit musst du einplanen. Einen Entwurf zu überarbeiten ist aber etwas anderes, als die Noten von Grund auf selbst zu schreiben, und meist geht es schneller. Mit welchem Notationsprogramm du auch arbeitest, der Anfang ist derselbe: Aufnahme in Songscription hochladen, als MusicXML exportieren und im Programm öffnen.

Häufige Fragen

Soll ich für mein Notationsprogramm MusicXML oder MIDI exportieren?

Für die meisten Notationsarbeiten MusicXML. Das Format enthält das Notenbild selbst, also wie die Noten gruppiert, bezeichnet und auf der Seite angeordnet sind. Deshalb sieht die Datei nach dem Öffnen schon fast wie lesbare Noten aus. MIDI hält dagegen fest, was gespielt wird, also welche Töne wann erklingen, bringt aber kaum verlässliche Notationsstruktur mit. Nach einem MIDI-Import in ein Notationsprogramm musst du meist mehr aufräumen, bis sich das Ergebnis wie Noten liest.

Lässt sich eine Datei aus Songscription in Sibelius, Finale und Dorico öffnen?

Ja. Songscription exportiert MusicXML, und das importieren Sibelius, Finale und Dorico alle. Ältere Sibelius-Versionen mit Dauerlizenz zeigen beim Öffnen neuerer MusicXML-Dateien manchmal eine Versionswarnung. Wenn du einfach fortfährst, werden die Noten meist trotzdem importiert. Mit einem aktuellen Sibelius-Abo tritt die Warnung seltener auf.

Kann ich Finale 2026 noch für den MusicXML-Import verwenden?

Ja, wenn es bei dir schon installiert ist. MakeMusic hat Finale im Jahr 2024 eingestellt, seitdem wird es weder verkauft noch aktualisiert. Bestehende Installationen laufen aber weiter und importieren MusicXML in den meisten Fällen. MakeMusic verweist inzwischen auf Dorico, das MusicXML ebenfalls sauber importiert.

Zur Person

Andrew Carlins

Geschrieben von

Andrew Carlins

Mitgründer und CEO von Songscription

Andrew hat Songscription in Stanford zusammen mit ein paar anderen Musiker:innen gegründet. Sie hatten es satt, die Noten zu den Songs, die sie spielen wollten, nirgends zu finden. Er ist mit Klavier und Baritonsaxofon aufgewachsen und stand in Musicals auf der Bühne. Das ist zwar schon Jahre her, aus dem Takt ist er nach eigener Einschätzung aber noch lange nicht. Hier schreibt er darüber, wie ein Song von der Aufnahme aufs Papier kommt.

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