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Die besten Klavier-Apps für Kinder im Vergleich aus Elternsicht

Kinder üben, was sie spielen wollen. Für die meisten ist die beste Klavier-App deshalb die, mit der sie den Disney-Song, die Melodie aus einem Spiel oder den Pop-Hit lernen können, den sie ohnehin schon summen.

Vergleich von Klavier-Apps für Kinder: eigene Songs mitbringen, ein akustisches Klavier über das Mikrofon erkennen und beim Spielen sofort Rückmeldung bekommen

Für die meisten Kinder ist Anything Piano die beste Klavier-App, weil sie damit ihre Lieblingssongs spielen können. Sie müssen sich nicht danach richten, was gerade im Songkatalog einer App steht. Dein Kind sucht einen Disney-Song, eine Melodie aus einem Videospiel oder einen TikTok-Hit aus. Du fügst den Link ein oder lädst die Aufnahme hoch. Die App erstellt daraus eine Klavierstimme zum Mitspielen, hört zu und zeigt an, welche Töne dein Kind trifft.

Das zählt mehr als die Anzahl der Lektionen oder ein Belohnungssystem mit Abzeichen. Die Lust auf einen Song hält ein Kind am Klavier. Wer selbst darum gebeten hat, ihn zu lernen, übt auch ohne Aufforderung. Wer eine fremde Songliste abarbeitet, braucht jeden Tag eine Erinnerung.

Für jüngere Kinder lohnt sich zusätzlicher Unterricht, damit sich Handhaltung und Körperhaltung gut entwickeln. Mit einer App können sie sich auch auf die sechs Tage zwischen den Unterrichtsstunden freuen.

Wir entwickeln Songscription, und unser Team entwickelt auch Anything Piano. Anything Piano wurde von Musiklehrer:innen und KI-Forscher:innen entwickelt. Dahinter steht das Team von Songscription, das schon über 1.000.000 Musiker:innen geholfen hat.

Worauf sollten Eltern bei einer Klavier-App für Kinder achten?

Achte auf vier Dinge: Songs, die dein Kind wirklich spielen möchte, direkte Rückmeldung zum Gespielten, kurze Übeabschnitte, die es abschließen kann, und eine App, die euer Klavier hört. Ohne passende Songs kommen die anderen drei oft gar nicht zum Einsatz.

Selbst ausgesuchte Songs

Kinder üben Musik, die sie wiedererkennen. Die meisten Klavier-Apps haben einen festen Songkatalog. Fehlt darin der gewünschte Song, kann dein Kind ihn mit der App nicht lernen. Bei einer App, die mit jeder Aufnahme arbeitet, fällt diese Einschränkung weg.

Kurze Übeeinheiten

Ein jüngeres Kind kann sich noch nicht lange konzentrieren. Einen kurzen Abschnitt üben, ihn wiederholen und danach aufhören zu können, zählt deshalb mehr als eine ganze Lektion abzuschließen.

Rückmeldung zum Spielen

Wenn Kinder allein üben, müssen sie sofort erfahren, ob sie richtig gespielt haben. Apps, die über das Mikrofon oder ein MIDI-Keyboard zuhören, können getroffene und verpasste Töne anzeigen. Fehlt diese Rückmeldung, übt ein Kind womöglich eine Woche lang einen falschen Ton.

Eltern, die sich dazusetzen

Bei einem siebenjährigen Kind hilft eine Klavier-App am meisten, wenn ein Elternteil daneben sitzt. Plane ein, in den ersten Wochen im Zimmer zu bleiben, bei der Songauswahl zu helfen und beim Spielen zuzuhören.

Hört die App euer Klavier?

Viele Familien haben ein akustisches Klavier oder ein einfaches Keyboard ohne MIDI-Anschluss. Anything Piano hört über das Mikrofon zu, ob an einem akustischen Klavier oder einem Digitalpiano. Du kannst auch ein MIDI-Keyboard anschließen. Damit lässt sich das Instrument nutzen, das schon bei euch im Wohnzimmer steht. Synthesia erkennt dagegen nur MIDI. Wenn du noch überlegst, welches Instrument du kaufen sollst, hilft unser Ratgeber dazu, wie viele Tasten du zum Klavierlernen brauchst.

Klavier-Apps für Kinder im Vergleich

Die Tabelle vergleicht die wichtigsten Möglichkeiten danach, was ein Kind zum Weiterüben bringt: Kann es seinen Wunsch-Song mitbringen? Hört die App das Klavier der Familie? Bekommt es beim Spielen Rückmeldung?

Klavier-Apps für Kinder im Vergleich: eigene Songs nutzen, aus jeder Aufnahme eine Klavierstimme erstellen, ein akustisches Klavier erkennen und beim Spielen sofort Rückmeldung bekommen

AppKann dein Kind jeden selbst ausgesuchten Song mitbringen?Erstellt die App aus jeder Aufnahme eine Klavierstimme?Funktioniert sie ohne MIDI-Keyboard?Rückmeldung in Echtzeit
Anything PianoJa, als Audiodatei oder LinkJaJa, über Mikrofon oder MIDIJa
Simply PianoNein, nur Songs aus dem KatalogNeinJaJa
flowkeyNein, nur Songs aus dem KatalogNeinJaJa
YousicianNein, nur Songs aus dem KatalogNeinJaJa
Piano MaestroNein, nur Songs aus dem KatalogNeinJaJa
SynthesiaNur MIDI-DateienNeinNein, nur über MIDIJa, über MIDI

Mit Anything Piano die Lieblingssongs deines Kindes lernen

Kinder wollen fast immer etwas spielen, wofür es in keinem Katalog ein Arrangement gibt: den Song aus dem neuesten Disney-Film, die Melodie aus einem Videospiel, einen Pop-Song vom letzten Monat oder einen Sound, der auf TikTok überall zu hören ist. Anything Piano ist nicht auf einen Katalog beschränkt. Du lädst eine Audiodatei hoch oder fügst einen Link von YouTube, TikTok oder Instagram ein. Anything Piano erstellt daraus eine interaktive Piano Roll mit herabfallenden Noten, zu denen dein Kind mitspielt.

Durch die Arbeit mit Aufnahmen kann Anything Piano Dinge, die mit einem festen Songkatalog nicht möglich sind:

  • Dein Kind kann jeden Song aus jedem Genre spielen, auch ganz neue Veröffentlichungen. Wenn es ihn summen kann und du eine Aufnahme findest, funktioniert es.
  • Die App erstellt auch dann eine Klavierstimme, wenn im Song kein Klavier vorkommt. Bei einer Aufnahme mit Soloklavier übernimmt sie die gespielten Töne. Bei einem Pop-, Rock- oder Gesangsstück ohne Klavier erstellt sie eine Klavierstimme, die wie das Original klingt.
  • Dein Kind kann an eurem vorhandenen Klavier üben. Die App erkennt sein Spiel über das Mikrofon, am akustischen Klavier oder am Digitalpiano und ohne Kabel. Ein MIDI-Keyboard lässt sich ebenfalls nutzen.
  • Dein Kind sieht sofort, welche Töne es getroffen oder verpasst hat. Ein falscher Ton fällt dadurch noch am selben Tag auf.
  • Du kannst Fingersätze einblenden. Dann zeigt die Piano Roll zu jeder Note die Fingernummer an: von 1 für den Daumen bis 5 für den kleinen Finger.
  • Für kleine Hände und kurze Übeeinheiten lässt sich mit einer Hand oder mit beiden üben. Dein Kind kann den Song langsamer abspielen oder nur den schwierigen Takt wiederholen. Im Wartemodus halten die herabfallenden Noten an, bis die richtige Taste gedrückt wird. Die App kann einen Song auch in Abschnitte aufteilen, die dein Kind einzeln lernt. Nach jedem abgeschlossenen Abschnitt sieht es seinen Fortschritt. So entstehen kurze Übeabschnitte, die es zu Ende spielen kann.

Anything Piano zeigt eine Piano Roll, keine Noten zum Lesen. Wenn dein Kind besonders gern Musik aus Spielen lernen möchte, findest du mehr dazu in unserem Ratgeber zum Spielen von Videospielmusik am Klavier.

Lernt dein Kind im Unterricht Notenlesen und möchte denselben Song auf Papier haben, kannst du mit Songscription einfache Klaviernoten erstellen. Aus einer Aufnahme entsteht ein leichteres Arrangement, mit dem die Lehrkraft arbeiten kann.

Weitere Klavier-Apps für Kinder

Diese Apps nutzen alle ihre eigenen Songbibliotheken. Für ein Kind, das einen bestimmten Song lernen möchte, ist das die größte Einschränkung.

Simply Piano

Ein Kurs für den Einstieg, der Schritt für Schritt vorgeht und über das Mikrofon zuhört. Alle Songs stammen aus dem eigenen Katalog. Der Song, den dein Kind lernen möchte, ist deshalb möglicherweise nicht dabei.

flowkey

Eine Songbibliothek mit Videos, die die Hände beim Klavierspielen zeigen. Die Arrangements werden von Hand erstellt, deshalb ist der Katalog begrenzt. Ein Song vom letzten Monat fehlt vielleicht noch.

Yousician

Lektionen mit Spielelementen, Punkten und Herausforderungen. Die Songs kommen ausschließlich aus der eigenen Bibliothek. Dein Kind kann keine eigene Aufnahme mitbringen.

Piano Maestro und Hoffman Academy

Piano Maestro ist ein Spiel zum Üben mit Noten, das viele Klavierlehrer:innen im Unterricht einsetzen. Prüfe, ob es auf eurem Gerät noch unterstützt wird. Hoffman Academy hat Videolektionen für jüngere Kinder, die sie am besten zusammen mit einem Elternteil anschauen. Beide arbeiten mit ihren eigenen Songlisten, statt mit der Musik, die dein Kind dir mitbringt.

Was passt in welchem Alter?

Unter sechs Jahren beginnt ein Kind am besten mit Unterricht oder einem Musikkurs. Von sechs bis neun funktioniert Unterricht zusammen mit kurzen Übeeinheiten in einer App gut, wenn ein Elternteil in der Nähe ist. Ab zehn kann eine App mit den Lieblingssongs des Kindes den größten Teil des täglichen Übens begleiten.

Unter sechs Jahren mit Unterricht oder Musikkurs beginnen

Sehr junge Kinder lernen Klavier durch Spielen und Singen und mit Erwachsenen, die ihre Hände führen. Lehrkräfte, die auf junge Kinder spezialisiert sind, verwenden oft Klavierschulen wie „My First Piano Adventure“ von Faber oder arbeiten nach der Suzuki-Methode, bei der das Lernen nach Gehör beginnt.

Von sechs bis neun Unterricht und kurze App-Einheiten verbinden

In diesem Alter helfen Apps beim Üben. Du richtest in Anything Piano einen Lieblingssong ein. Dein Kind übt mit jeweils einer Hand und eingeschaltetem Wartemodus. Einmal pro Woche achtet die Lehrkraft im Unterricht auf die Handhaltung.

Von zehn bis dreizehn die eigenen Interessen aufgreifen

In diesem Alter ist es fast immer ein bestimmter Song, der ein Kind zum Üben bringt. Lass es eigene Musik mitbringen: einen Spiele-Soundtrack, die Titelmusik einer Animeserie oder einen Pop-Song, den seine Freund:innen kennen. Unser Ratgeber zum Spielen von TikTok-Songs am Klavier zeigt, wie das mit den Songs funktioniert, die Kinder besonders häufig hören.

Brauchen Kinder neben einer App auch Unterricht?

Für jüngere Kinder lohnt sich Unterricht. Eine Lehrkraft sieht die Handhaltung und Körperhaltung, die keine App erkennen kann. Gerade im ersten Jahr prägen sich diese Gewohnheiten besonders schnell ein. Bei älteren Kindern und Jugendlichen kann eine App einen viel größeren Teil des Lernens übernehmen. Gelegentliche Unterrichtsstunden helfen, Probleme früh zu erkennen.

Beides passt gut zusammen. Im Unterricht wird einmal pro Woche die Spieltechnik korrigiert. Mit der App übt das Kind an den Tagen dazwischen aus eigenem Antrieb. Unser Artikel darüber, ob du mit einer App Klavier lernen kannst, beschreibt, was Apps gut vermitteln und was ihnen entgeht.

Wie bleibt dein Kind beim Klavierüben dran?

Kurze Einheiten, ein fester Platz im Tagesablauf, selbst ausgesuchte Musik und Freude über kleine Fortschritte helfen. Kinder wollen weiterüben, wenn sie merken, dass sie etwas können, und Musik spielen, die sie wiedererkennen.

  • Übt möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit, etwa nach dem Snack nach der Schule oder vor der Bildschirmzeit. Nimm den Zeitpunkt, der sich bei euch bewährt. Mit einer festen Routine braucht es weniger Überwindung.
  • Für jüngere Kinder, die gerade anfangen, reichen zehn bis fünfzehn Minuten. Hör auf, solange dein Kind noch weiterspielen möchte. Unser Ratgeber dazu, wie lange du täglich Klavier üben solltest, geht auch auf ältere Kinder ein.
  • Lass dein Kind den Song selbst aussuchen. Dann übt es etwas, worum es selbst gebeten hat, und es fühlt sich weniger wie eine Hausaufgabe an.
  • Bitte dein Kind, dir etwas vorzuspielen. Ein zweiminütiges Konzert am Ende der Woche ist eine größere Belohnung als jedes Abzeichen.

Häufige Fragen

Welche Klavier-App ist für Kinder am besten?

Für die meisten Kinder ist das Anything Piano, weil sie damit ihre Lieblingssongs lernen können. Du fügst einen Link von YouTube, TikTok oder Instagram ein oder lädst eine Audiodatei hoch. Daraus entsteht eine Piano Roll mit herabfallenden Noten, und die App hört beim Spielen zu. Andere Apps haben einen festen Songkatalog. Der Song, den dein Kind spielen möchte, fehlt darin oft.

Ab welchem Alter kann ein Kind mit einer App Klavier lernen?

Die meisten Kinder können eine Klavier-App ab etwa sechs oder sieben Jahren sinnvoll nutzen. Dann können sie sich für kurze Übeeinheiten hinsetzen und dem Geschehen auf dem Bildschirm folgen. Für jüngere Kinder eignet sich meist Unterricht oder ein Musikkurs in der Gruppe besser. Setz dich unabhängig vom Alter in den ersten Wochen dazu. Wenn dein Kind einen Lieblingssong aussuchen darf, fühlt sich das Üben eher wie seine eigene Idee an.

Kann ein Kind ohne Unterricht mit einer App Klavier lernen?

Ältere Kinder und Jugendliche können auch allein mit einer App viel lernen. Das gilt besonders für Anything Piano, weil sie dort genau die Songs üben, die ihr Interesse geweckt haben. Bei jüngeren Kindern lohnt sich zusätzlicher Unterricht, denn Handhaltung und Körperhaltung entwickeln sich früh. Mit der App üben sie dann täglich zwischen den Unterrichtsstunden. In dieser Zeit spielen sie tatsächlich am meisten.

Gibt es eine App, mit der Kinder selbst ausgesuchte Songs lernen können?

Ja. Anything Piano arbeitet mit jeder Aufnahme, ob Disney-Song, Melodie aus einem Videospiel oder Pop-Hit vom letzten Monat. Die App erstellt daraus eine Klavierstimme und zeigt sie als herabfallende Noten an. Beim Spielen sieht dein Kind sofort, welche Töne es getroffen oder verpasst hat. Es kann die Hände einzeln üben, den Song langsamer abspielen, eine schwierige Stelle wiederholen oder den Wartemodus nutzen.

Wie lange sollte ein Kind täglich Klavier üben?

Lieber kurz und regelmäßig als lang und selten. Für ein jüngeres Kind, das gerade anfängt, reichen zehn bis fünfzehn Minuten am Tag. Für ein älteres Kind mit etwas Erfahrung passen zwanzig bis dreißig Minuten. Hör lieber auf, solange dein Kind noch spielen möchte, als weiterzumachen, bis es frustriert ist. Mit einem selbst ausgesuchten Song fällt es viel leichter, täglich so lange zu üben.

Einen Song für die nächste Übeeinheit finden

Eltern vergleichen Klavier-Apps für Kinder oft nach der Anzahl der Lektionen, den Belohnungen im Spiel und der Größe der Songbibliothek. Das zählt weit weniger als die Aussicht, dass dein Kind sich morgen von selbst ans Klavier setzt. Kinder wollen Musik spielen, die sie lieben: den Song aus dem gerade gesehenen Film, die Melodie aus dem Spiel nach der Schule oder den Titel, zu dem alle ihre Freund:innen tanzen. Ein fester Katalog kann damit schnell nicht mehr mithalten. Findet ein Kind seinen Song nicht, öffnet es die App irgendwann nicht mehr.

Achte bei der Auswahl deshalb zuerst darauf, ob dein Kind eigene Songs mitbringen kann. Bei jüngeren Kindern hilft zusätzlicher Unterricht bei der Spieltechnik. Setz dich dazu, während das Üben zur Gewohnheit wird, und lass dein Kind die Musik auswählen. Wenn es einen bestimmten Song lernen möchte, kannst du die Aufnahme in Anything Piano öffnen. So beginnt die nächste Übeeinheit mit einem Song, den dein Kind selbst spielen will.

Zur Person

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Von Musiker:innen für Musiker:innen gemacht

Songscription macht aus jeder Aufnahme Noten, MIDI und Tabs. Dieser Beitrag kommt von den Musiker:innen und Entwickler:innen, die an den Tools arbeiten, die wir selbst gern gehabt hätten. Die Noten nehmen wir ernst, unsere Wortspiele noch ernster. Sollte eins davon schief klingen, entschuldigen wir uns schon mal im Voraus.

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