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Songscription oder Basic Pitch? Wann MIDI reicht und wann du Noten brauchst

Basic Pitch von Spotify macht aus Audio schnell und kostenlos MIDI. Songscription geht einen Schritt weiter und gibt dir aus derselben Aufnahme lesbare Noten. Welches Tool du nimmst, hängt davon ab, ob dir MIDI reicht oder ob du Noten brauchst.

Songscription oder Basic Pitch? Wann MIDI reicht und wann du Noten brauchst

Erst mal die kurze Antwort. Basic Pitch ist ein kostenloses Open-Source-Tool von Spotify, das Audio in eine MIDI-Datei umwandelt. Songscription ist speziell für die Transkription gebaut und macht aus derselben Aufnahme lesbare Noten, dazu MIDI, MusicXML und Gitarrentabs. Bei echten Aufnahmen arbeitet Songscription genauer, weil seine Modelle gezielt mit eingespielter Musik trainiert wurden und kein schlanker Allzweck-Konverter sein sollen. Für Basic Pitch spricht, dass es kostenlos und Open Source ist. Wenn du als Entwickler:in das Tool lokal laufen lassen, per Skript steuern oder in eine eigene Pipeline einbauen willst, kann das mehr zählen als das letzte bisschen Genauigkeit.

Was ist Basic Pitch?

Basic Pitch ist ein kostenloser Open-Source-Konverter von Audio zu MIDI aus dem Audio Intelligence Lab von Spotify. Du kannst ihn auf zwei Arten nutzen: als Browser-Demo unter basicpitch.spotify.com, wo du eine Datei hineinziehst und MIDI zurückbekommst, oder als Bibliothek, die du mit pip oder npm installierst und in deinen eigenen Projekten laufen lässt. Basic Pitch ist polyphon und erkennt also auch mehrere Töne, die gleichzeitig klingen. Auf ein bestimmtes Instrument ist es nicht festgelegt. Du gibst ihm Klavier, Gitarre, Gesang oder was auch immer, ohne vorher einen Modus zu wählen. Sogar Pitch-Bends erkennt es, was die meisten schlanken Tools auslassen. Das Modell ist klein und schnell, und auch deshalb ist es für Entwickler:innen, die MIDI aus Audio brauchen, zu einem Standardbaustein geworden. Was am Ende herauskommt, ist allerdings eine MIDI-Datei und keine Noten.

Was ist Songscription?

Songscription ist ein KI-Tool für Transkription, das aus einer Aufnahme lesbare Noten macht und im selben Durchgang eine MIDI-Datei, eine MusicXML-Datei und Gitarrentabs erzeugt. Es läuft im Browser, du musst also nichts installieren. Mit dem kostenlosen Tarif kannst du unbegrenzt viele 30-Sekunden-Transkriptionen machen. Für längere Dateien und alle Exportformate gibt es kostenpflichtige Tarife, und die aktuellen Details dazu findest du in der Preisübersicht.

Der Unterschied liegt im Ergebnis. Statt dir Notendaten zu geben und dir das Layout zu überlassen, setzt Songscription die Töne mit sauberen Rhythmen in Notenzeilen. Was du zurückbekommst, sind Noten, die du wirklich lesen kannst. Brauchst du zusätzlich die rohen Notendaten, findest du sie im MIDI-Export. Mehr dazu steht in unserem Artikel darüber, was MIDI ist.

Der eigentliche Unterschied zwischen MIDI und lesbaren Noten

Basic Pitch gibt dir eine MIDI-Datei, also Notendaten: Tonhöhen, Timing und wie stark jeder Ton angeschlagen wurde. Das ist nützlich, Noten zum Spielen sind es aber noch nicht. Öffnest du rohes MIDI in einem Notationsprogramm, sieht es meistens chaotisch aus, mit seltsamen Rhythmen und ohne sinnvolle Aufteilung auf die beiden Hände. Du musst es erst auf saubere Notenwerte quantisieren und selbst aufräumen, bevor es sich gut lesen lässt. Songscription erledigt diesen Schritt für dich und gibt dir fertig gesetzte Noten zusammen mit einer MIDI-Datei.

Es geht also eigentlich um zwei Dinge: welches Tool die Töne genauer heraushört und ob du die Noten gleich fertig haben willst. Beim ersten Punkt liegt Songscription bei echten Aufnahmen meist vorn, weil seine Modelle mit echter Musik trainiert sind. Beim zweiten nimmt es dir die Arbeit ab und gibt dir Noten statt roher Notendaten. Falls du wissen willst, wie die beiden Tools überhaupt vom Klang zu den Tönen kommen, erklären wir den ganzen Ablauf in Audio in MIDI umwandeln.

Wann welches Tool vorn liegt

  • Basic Pitch liegt vorn, wenn dir am wichtigsten ist, dass es kostenlos und Open Source ist, du ohnehin in einer DAW arbeitest und rohes MIDI völlig reicht. Du kannst es lokal laufen lassen, per Skript steuern, viele Dateien auf einmal verarbeiten oder in deine eigene Pipeline einbauen. Diese Offenheit ist sein eigentlicher Vorteil, und vielen Entwickler:innen ist sie mehr wert als das letzte bisschen Genauigkeit.
  • Songscription liegt vorn, wenn es bei einer echten Aufnahme auf Genauigkeit ankommt und am Ende jemand das Ergebnis lesen soll. Die Modelle sind mit echten Aufnahmen trainiert, deshalb kommen die Töne, der Rhythmus und beim Klavier die Aufteilung auf die Hände sauberer heraus. Du bekommst Noten, Gitarrentabs und MusicXML statt eines Haufens roher Notendaten, den du von Hand reparieren musst.

Wenn du mehr als diese zwei Tools vergleichen willst, findest du in unserer Übersicht der besten Audio-zu-MIDI-Konverter weitere Kandidaten und wofür sich jeder eignet.

Genauigkeit und Nacharbeit

Beide Tools stehen und fallen mit dem Ausgangsmaterial. Eine saubere einzelne Melodielinie, also ein Instrument mit wenig Hall, lässt sich viel besser transkribieren als ein dichter Gesamtmix, in dem sich Instrumente überlagern und gegenseitig verdecken. Das gilt für jedes Tool, das Audio in MIDI umwandelt. Bei derselben Aufnahme schneiden die beiden aber nicht gleich ab. Songscription ist gezielt mit aufgenommener Musik trainiert und erkennt Töne, Rhythmus und die Aufteilung auf die Hände meist genauer als ein kleines Allzweckmodell. Am deutlichsten merkst du das bei echten, unsauberen Aufnahmen, weniger bei sauberen Testtönen.

Ein bisschen aufräumen musst du das Rohergebnis bei beiden noch, hier eine falsche Oktave, dort ein abgeschnittener Ton. Der Unterschied liegt darin, wo das passiert. Bei Basic Pitch machst du es selbst am MIDI, in deiner DAW oder einem Notationsprogramm. Bei Songscription steckt vieles davon schon im Erstellen der Noten, und du korrigierst dann Noten statt eines Haufens roher Notendaten. Am meisten beeinflussen kannst du das Ergebnis trotzdem selbst, indem du dem Tool eine gute Aufnahme gibst.

Welches Tool solltest du nehmen?

Entscheide danach, wohin das Ergebnis geht. Landet es als MIDI in einer DAW, macht dir das Aufräumen nichts aus und zählt für dich, dass das Tool kostenlos ist und sich per Skript steuern lässt, dann nimm Basic Pitch. Willst du eine möglichst genaue Transkription einer Aufnahme oder soll ein Mensch das Ergebnis lesen, als Noten, Tabs oder sauberes MusicXML für dein Notationsprogramm, dann nimm Songscription. Es hört eine Aufnahme genauer heraus und übernimmt den Notensatz, den Basic Pitch dir überlässt.

Viele nutzen auch beide: Basic Pitch für schnelle MIDI-Experimente in einem Projekt und Songscription, wenn sie Noten brauchen. Und wenn du schon eine MIDI-Datei aus Basic Pitch hast und daraus jetzt Noten machen willst, ist das eine eigene Aufgabe. Die erklären wir in MIDI in Noten umwandeln.

Häufige Fragen

Ist Basic Pitch kostenlos?

Ja. Basic Pitch ist kostenlos und Open Source und stammt aus dem Audio Intelligence Lab von Spotify. Du kannst die Browser-Demo unter basicpitch.spotify.com ohne Installation nutzen oder die Bibliotheken für pip und npm in deinen eigenen Code einbinden. Einen kostenpflichtigen Tarif gibt es nicht, und für die Grundfunktionen brauchst du kein Konto. Auch deshalb ist das Tool so verbreitet.

Erstellt Basic Pitch Noten?

Nein. Basic Pitch gibt eine MIDI-Datei aus, also Notendaten und keine lesbaren Noten. Um Noten zu bekommen, die du lesen, drucken oder vom Blatt spielen kannst, öffnest du das MIDI in einem Notationsprogramm und räumst es auf, oder du nimmst ein Tool, das direkt Noten erzeugt. Für diesen zweiten Weg ist Songscription gemacht: Es wandelt die Aufnahme in einem Durchgang in lesbare Noten um und liefert dazu MIDI, MusicXML und Gitarrentabs.

Was ist der Unterschied zwischen Audio zu MIDI und Audio zu Noten?

Audio zu MIDI liefert dir Notendaten: Tonhöhen, Timing und Anschlagstärke, die eine DAW oder ein Notationsprogramm lesen kann. Diese Daten lassen sich bearbeiten, sind aber nicht als Noten gesetzt und müssen meist quantisiert und aufgeräumt werden. Audio zu Noten geht einen Schritt weiter und setzt die Töne mit sauberen Rhythmen in Notenzeilen, sodass ein Mensch das Ergebnis lesen und spielen kann. Songscription macht beides auf einmal und gibt dir MIDI und lesbare Noten aus derselben Transkription.

Was ist der beste kostenlose Audio-zu-MIDI-Konverter?

Spotify Basic Pitch ist der bekannteste kostenlose Open-Source-Konverter von Audio zu MIDI, und für schnelles MIDI ist er kaum zu schlagen. Er ist polyphon, auf kein Instrument festgelegt, schlank und läuft im Browser. Wenn du lesbare Noten statt roher MIDI-Daten willst, ist ein Transkriptionstool mit kostenlosem Tarif, das direkt Noten erzeugt, womöglich die bessere Wahl, etwa Songscription mit seinen kostenlosen 30-Sekunden-Transkriptionen. Damit sparst du dir das Aufräumen.

Du willst aus derselben Aufnahme lesbare Noten und MIDI statt nur einer rohen MIDI-Datei? Probier Songscription mit einem Song aus.

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Geschrieben von

Songscription

Von Musiker:innen für Musiker:innen gemacht

Songscription macht aus jeder Aufnahme Noten, MIDI und Tabs. Dieser Beitrag kommt von den Musiker:innen und Entwickler:innen, die an den Tools arbeiten, die wir selbst gern gehabt hätten. Die Noten nehmen wir ernst, unsere Wortspiele noch ernster. Sollte eins davon schief klingen, entschuldigen wir uns schon mal im Voraus.

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